40 Jahre Flohmarkt: Großes Fest am 16. September

13.09.2017

© MA59
© MA59

Mit einem Fest begehen die Standlerinnen und Standler von Wiens größtem Flohmarkt dessen 40jähriges Bestehen. Am 16. September gibt es direkt neben dem Flohmarkt ein buntes Programm für die ganze Familie, Musik, Spiel, Kulinarik und viel Info zur Historie. Der Flohmarkt ist mit rund 7.000 Quadratmetern und rund 400 privaten und gewerblichen AnbieterInnen der größte Flohmarkt Wiens. In seiner jetzigen Form wurde er 1977 eröffnet und zählt heute an Samstagen rund 20.000 BesucherInnen. "Als für die Märkte zuständige Stadträtin freue ich mich über das Jubiläum, bin aber natürlich an der Zukunft des so beliebten Marktes interessiert. Wiens Märkte sind ein zentraler Bestand der hohen Lebensqualität und tragen zur Lebendigkeit unserer Stadt bei und so soll es auch bleiben", so Märkte-Stadträtin Ulli Sima.

"Der Flohmarkt neben dem Naschmarkt ist ein Wahrzeichen des 6. Bezirkes und unserer Stadt. Hier verbringen viele Menschen gerne ihre Zeit. Einkaufen, Stöbern und Sammeln wird am Flohmarkt zum Erlebnis", beschreibt Bezirksvorsteher Markus Rumelhart. Er wünscht dem Flohmarkt, dass man hier auch in den nächsten 40 Jahren bei Kunstgegenständen, gebrauchten Hausrat, Literatur, Musikalien und Antiquitäten fündig wird.

Fest der Standlerinnen und Standler

Auf dem Parkplatz direkt neben dem Flohmarkt gibt es am 16. September ein buntes Programm, es reicht von Show-Küchen und Musik über Gewinnspiele, einer Tombola, dem Gewinnrad des Marktamtes bis hin zu bunter Kulinarik. Auch eine Bühne mit abwechslungsreichem Programm wird es geben. Das Fest findet am Samstag, den 16. September von 10 Uhr bis 18 Uhr statt und wird von der Wirtschaftskammer Wien -Altwarenhändler mit Unterstützung der MA 59 und der Bezirksvertretung Mariahilf veranstaltet. Die Eröffnung findet am Samstag, den 16. September um 10 Uhr durch WKW-Spartenobmann Rainer Trefelik und dem Bezirksvorsteher von Mariahilf, Markus Rumelhart, statt.

Programm-Highlights vom Fest

Am Programm stehen verschiedene Musikdarbietungen von Chilifish, The Riding Dudes, Ron Glaser und vielen mehr, eine Vintage-Modenschau, ein Glücksrad und Prominentenverkauf zu Gunsten von Rate-Nasen-Clown-Doctors. Für die Kleinsten gibt es Kinderschminken oder auch Bastelmöglichkeiten.

Markt mit Geschichte und Zukunft

Der Markthandel mit gebrauchten Kleidungsstücken und diversen Gebrauchsgegenständen hat eine lange Tradition in Wien. Seit 1404 wurde ein solcher Markt direkt auf der Brandstätte, also beim Stephansdom, abgehalten. Auch im restlichen Europa waren diese Märkte allseits bekannt und wurden bereits im Mittelalter als Flohmärkte bezeichnet. Doch Wien war diesbezüglich anders, denn bei uns bekam er den Namen Tandelmarkt. Der Name Tandelmarkt wurde von Tand, also gebrauchtem Gewand, abgeleitet. Der Begriff Flohmarkt war den Wienerinnen und Wienern zu unfein. Es hielt sich das Gerücht, dass auf solchen Märkten nur reiche Menschen versuchten, ihre mit Flöhen behaftete Kleidung zu verkaufen. Bis zum Namen Flohmarkt sollte in Wien noch viel Zeit vergehen.

Im Jahr 1972 wollte man die Innenstadt beleben. Heute kaum vorstellbar, tummelten sich dort kaum kaufkräftige Menschen. Die Idee, einen Flohmarkt auf dem Platz Am Hof abzuhalten, schien kostengünstig zu sein. Am 18. November wurde der Kunst- und Antiquitätenmarkt erstmalig abgehalten. Die Veranstaltung wurde auf privater Basis durchgeführt. Der Markt umfasste 30 Verkaufsstände und wurde bis Weihnachten an sechs Samstagen wiederholt. Nachdem Studenten einen Verein zur Förderung des Flohmarktes gegründet hatten, wurde ab dem 7. April 1973 an drei Samstagen auf derselben Fläche Am Hof ein Flohmarkt mit 25 auf privater Basis vergebenen Plätzen veranstaltet. Da dieser Flohmarkt die Innenstadt jedenfalls belebte, wurde mit 1. Juli 1973 die Abhaltung eines Flohmarktes dem Wiener Marktamt übertragen. Jeden Samstag sollte der Flohmarkt auf dem Platz Am Hof stattfinden. Anfangs waren keine gewerblichen Verkäuferinnen und Verkäufer zugelassen. Die Zahl der Anbieter stieg rasch auf bis zu 300 an. Auch das immer stärker steigende Besucherinteresse sorgte dafür, dass der Platz zu klein wurde. Am 1. Juli 1974 musste das Marktgebiet um die Adresse Schulhof erweitert werden. Dort fanden sich vorwiegend StandlerInnen mit Kunstgegenständen ein.

Aufgrund des immer weiter ansteigenden Interesses am Flohmarkt wurde Anfang 1977 entschieden, ihn an den äußeren Bereich des Naschmarkts zu verlegen. Der bis Oktober 1972 dort befindliche Obst- und Gemüsegroßmarkt war nach Inzersdorf verlegt worden - die verbleibenden Marktstände wurden nach einem Antrag im Gemeinderat im März 1974 abgerissen und die leere Fläche als provisorischer Parkplatz verwendet.

Am 2. Juli 1977 eröffnete der Flohmarkt am Naschmarkt. Dieser wird nun jeden Samstag, auch an Feiertagen mit Ausnahme des Weihnachtsfeiertags, veranstaltet. Die Größe des hier zur Verfügung stehenden Areals machte es möglich, einen Teilbereich der Marktfläche auch gewerblichen Händlerinnen und Händlern zu öffnen.

Nähere Informationen gibt es bei der Lebensmittel-Hotline der MA 59 unter der Wiener Telefonnummer 4000-8090 oder im Internet unter www.marktamt.wien.at.