AK: Achtung, Fallen bei Umtausch und Gutscheinen!

27.12.2017

(WIRTSCHAFT) - Nach Weihnachten ist vor Weihnachten: So mancher tauscht jetzt sein Weihnachtsgeschenk um oder löst seinen Gutschein ein. "Wer umtauscht, sollte wissen, dass der Umtausch freiwillig ist", sagt AK Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic.

"Der Umtausch ist gesetzlich nicht verankert", betont AK Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic. Viele Händler räumen freiwillig einen Umtausch ein - das steht vorgedruckt auf der Rechnung. Falls nicht, den Umtausch darauf vermerken lassen. Rechnung jedenfalls aufheben! Beim Umtausch kann man sich etwas Anderes aussuchen. Geld gibt es üblicherweise nicht zurück. Findet man nichts, erhält man einen Gutschein. Reduzierte Ware wird in der Regel nicht umgetauscht - außer es wird vereinbart.

"Bei Gutscheinen sollten Konsumenten einen Blick auf die Fristen werfen", empfiehlt Zgubic. Der Oberste Gerichtshof bestätigte: Gutscheine sind generell 30 Jahre lang gültig. Eine Verkürzung ist zwar möglich - aber nur mit einem triftigen Rechtfertigungsgrund des Unternehmers. "Nach Ablauf einer unzulässigen Befristung können Gutscheine nun nicht mehr für wertlos erklärt werden", sagt Zgubic. "Der Gutschein muss verlängert oder der Kaufpreis zurückerstattet werden."

Ratsam ist, den Gutschein beizeiten einzulösen. "Wäre schade, wenn man ihn verlegt oder darauf vergisst", so die AK Konsumentenschützerin. "Und er verliert seinen Wert, wenn Unternehmen pleitegehen. Denn bei einer Konkursforderung lohnt es sich oft nicht, den Anspruch angesichts geringer Quoten und Gerichtskosten anzumelden."

Vorsicht bei Gutschein-Plattformen im Internet. "Prüfen Sie, wer der Aussteller ist. Plattformen treten oft nur als Vermittler auf", betont Zgubic.

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