Beteiligungsprozesses Donaufeld

18.11.2016

Nach dem Neustart des Beteiligungsprozesses Donaufeld ist jetzt der städtebauliche Rahmenplan und das Mobilitäts- und Freiraumkonzept bei der Ausstellung am 20. und 21. Oktober bei der Infobox Donaufeld vorgestellt und beim Runden Tisch am 11. November im Haus der Begegnung mit den AnrainerInnen durchaus kritisch diskutiert worden.

Besonders wurde bemängelt, dass kaum etwas von den vielen Anregungen aus der ersten Phase der Beteiligung in die Pläne eingeflossen ist und dass durch die zusätzlichen 1800 Stellplätze in Tiefgaragen (neben ebenso vielen an den Mobility Points) die ohnehin schon angespannte Verkehrssituation in Donaufeld weiter verschärft wird. Zusätzlich ist das Mobilitätskonzept gefährdet, da der geplante Bus in der ersten Phase die Mobility Points gar nicht ansteuern soll. Um zu verhindern, dass die neuen BewohnerInnen zur Verwendung des Autos genötigt werden, sollte etwa ein vorgezogener Betrieb des 33 A über die verlängerte Arakawastraße, oder ein Kleinbus, als Shuttleverbindung zum Zentrum Kagran eingerichtet werden.

Große Sorge besteht auch um die geplanten Qualitäten im neuen Stadtteil, die aufgrund der Verpflichtungen der Bauträger aus den städtebaulichen Verträgen, die gesamte Infrastruktur zu finanzieren, gefährdet scheinen. Hier wird es großer Anstrengungen bedürfen, dass die großzügigen Freiflächen, Dachbegrünungen, nachhaltige Energieversorgung, u.a. in den Bauträgerwettbewerben abgesichert werden.

Der bisher größte Erfolg ist sicher der zentrale Grünzug, der in ungeschmälertem Umfang in den Plänen erhalten blieb. Weitere große Herausforderungen bleiben aber die Finanzierung der Grünflächen, eine durchgängige Nord-Süd-Durchwegung, die geringe Breite des westlichen Grünzugs, der Erhalt der Gemüseproduktion, eine verträgliche Baudichte und angepasste Bauhöhe.

Noch im Dezember soll dann der nächste Runde Tisch zum Mobilitätskonzept stattfinden.