Bis zu 300 Schaulustige behindern Rettungseinsatz - 71-Jähriger trotz Reanimationsmaßnahmen verstorben

10.02.2018

Beamte der Polizeiinspektion Favoritenstraße wurden am 9. Februar 2018 um 14.00 Uhr zu einem Hilfeleistungs-Einsatz beim Aufgang der U-Bahn Station Reumannplatz beordert. Vor Ort erfolgte eine Herz-Druck Massage und der Einsatz des Defibrillators an einem 71-Jährigen, der kurz davor plötzlich zusammengebrochen war. Der Mann wurde von der Wiener Berufsrettung noch in ein Krankenhaus gebracht, verstarb allerdings kurze Zeit später.
Rund um den 71-Jährigen hatte sich bereits nach kurzer Zeit eine Menschenansammlung von rund 80-100 Personen gebildet. Durch diese Menge war es für die ersteintreffenden Einsatzkräfte erschwert zum Patienten zu gelangen. Auch während der Erste-Hilfe Maßnahmen traten immer wieder neugierige Passanten sehr nahe an die Einsatzkräfte heran. Erst durch die Unterstützung weiterer Polizeibeamten gelang es mittels Absperrband die Einsatzörtlichkeit und die Privatsphäre des Mannes zu schützen. Es mussten mehrere Personen aus dem Sperrbereich weggewiesen werden. Rund um diesen, hielten sich beim Abtransport des Mannes ca. 300 Personen auf. Auch hier mussten erneut Personen weggewiesen werden.