Bogdan Roščić im Interview: "Fehler sind in dieser Position unverzeihlich"

24.12.2016

Der designierte Operndirektor erzählt über seine Bestellung, wie er den Geist Gustav Mahlers wiederbeleben will und wie schwer er es hat, seine Kinder für Musik zu begeistern.

 Seine Bestellung hat für heftige Diskussionen gesorgt. Er selbst hat mit Widerstand gerechnet, verrät er im KURIER-Interview. "Bei allen meinen beruflichen Stationen war es so, dass es etwas für mich ganz Neues war. Was nun die Oper betrifft, befinde ich mich da in guter Gesellschaft. Von Ioan Holender bis Peter Gelb, der die Metropolitan Opera leitet." Über den Wandel vom Ö3-Chef zum Operndirektor erzählt Roščić: "Ich wurde damals geprügelt, weil ich in einem Interview sagte: "Ich höre zuhause nur Oper." Jetzt dagegen umgekehrt... Oper war immer Teil meines Lebens. Mal weniger, mal mehr und in den letzten 15 Jahren sehr intensiv." Nervosität verspürt Roščić nicht, vielmehr spürt er den Druck der Verantwortung. "Fehler sind in dieser Position unverzeihlich", sagte er dem KURIER. Ein wichtiges Gestaltungsfeld wird für ihn auch das Thema Oper und die intelligente Nutzung von Social Media sein.