Caritas schließt drei Unterkünfte für geflüchtete Menschen

21.12.2016

Caritas dankt Verantwortlichen des Landes NÖ, der Gemeinde Vösendorf, der Stadt Wien und der Pfarre Rodaun, "dass hier in fordernden Zeiten Menschlichkeit und Haltung bewiesen wurde".

- Im Herbst 2015 musste alles sehr schnell gehen. "Wir erinnern uns alle an die dramatischen Bilder aus dem Erstaufnahmezentrum in Traiskirchen und von den Bahnhöfen. Die geflüchteten Kinder, Frauen und Männer brauchten dringend einen Platz zum Schlafen und ein Dach über dem Kopf", sagt Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien. "Gemeinsam mit dem Land Niederösterreich, mit der Stadt Wien und zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern gelang es uns in dieser angespannten Situation, innerhalb kurzer Zeit hunderte Quartiersplätze für Menschen auf der Flucht zusätzlich zu schaffen."

Derzeit erreichen wieder deutlich weniger Menschen Österreich und in der Folge werden weniger Quartiersplätze benötigt. Vor diesem Hintergrund hat sich die Caritas nun in Absprache mit den zuständigen Stellen in Niederösterreich und Wien dazu entschlossen, nach dem Notquartier in St. Gabriel/Maria Enzersdorf nun auch zwei Grundversorgungseinrichtungen (Vösendorf in NÖ und Pfarre Rodaun in Wien) sowie das Notquartier in der Siemensstraße in Floridsdorf mit Ende Jänner nächsten Jahres zu schließen. Die meisten BewohnerInnen übersiedeln in andere Quartiere und Wohngemeinschaften. "An dieser Stelle möchte ich mich im Namen der Caritas bei allen Freiwilligen bedanken, die die Menschen bis heute unterstützen, Deutschkurse organisieren und so etwas wie Alltag ermöglichen", betont Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien. "Ein herzliches Danke auch an die Verantwortlichen des Landes Niederösterreich, der Gemeinde Vösendorf, der Stadt Wien und der zuständigen Pfarre in Rodaun, die hier in fordernden Zeiten Menschlichkeit und Haltung bewiesen haben."

In Wien Rodaun wird mit Ende Jänner die Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die sich auf dem Grund der Pfarre befindet, geschlossen. Die zwölf Jugendlichen übersiedeln in eine andere Wohngemeinschaft für unbegleitete minderjährige AsylwerberInnen der Caritas in Wien. Im 21. Wiener Gemeindebezirk schließt die Caritas das Notquartier in der Siemensstraße. 150 BewohnerInnen ziehen in andere Quartiere der Caritas um. In Vösendorf übersiedeln bis Ende Jänner wiederum 48 Menschen in andere Unterkünfte.

Wohnraum noch immer dringend gesucht! Davon unabhängig ist die Caritas in Wien und Niederösterreich nach wie vor auf der Suche nach leistbarem Wohnraum. Denn gerade Flüchtlinge, die das Asylverfahren positiv abgeschlossen haben, benötigen nach dem Unterkommen in einem Not- oder Grundversorgungsquartier eine Wohnung, die auch ein langfristiges Ankommen in der Gesellschaft ermöglicht. Wer Flüchtlingen privat eine geeignete Wohnung für einen längeren Zeitraum zur Verfügung stellen oder zu einem leistbaren Preis vermieten möchte, kann sich an wohnraumsuche(at)caritas-wien.at wenden.