Den Naturgarten winterfit machen

19.10.2017

Im Herbst steht noch einmal Gartenarbeit an. Das Laub will zusammengerecht und das Fallobst aufgeklaubt werden, die Beete warten auf die Vorbereitung für den Winter. Blumenzwiebel dürfen jetzt in die Erde, genauso wie Bäume und Sträucher, die im Herbst gesetzt werden. Damit sich auch die Nützlinge im Winter wohl fühlen, ist nicht viel zu tun. "die umweltberatung" gibt Tipps zur Förderung der Nützlinge im Garten.

Wenn die Bäume ihre Blätter verlieren und die Nächte rauer werden, bereiten GartenbesitzerInnen den Garten auf die Winterruhe vor. "Dabei sollten Sie auf jeden Fall an die vielen tierischen Gartenhelfer denken, die uns das ganze Jahr oft unbemerkt zur Seite stehen. Weniger ist mehr beim Aufräumen im Garten", erklärt Mag.a Sophie Jäger-Katzmann, Gartenexpertin von "die umweltberatung".

Nur nicht zu viel aufräumen im Garten!

Ein kahler, aufgeräumter Garten mit frisch gestutzten Stauden und Sträuchern bietet Vögeln und anderen Nützlingen kaum Überwinterungsmöglichkeiten. Es braucht nicht viel, um Nützlingen das Überleben im Winter zu sichern. Naturschutz im Garten ist ganz einfach: Das Laub wird im Naturgarten unter die Sträucher gerecht und an einem geschützten Platz zu einem Haufen aufgetürmt. Dort fühlen sich neben Igeln auch Marienkäfer wohl! Im Frühjahr kann das halb verrottete Laub wieder hervorgerecht und auf dem Kompost entsorgt werden.

Haufen von Rindenstücken, Totholz und Strauchschnitt sind Überwinterungsquartiere für Amphibien wie Erdkröten und Teichmolche. Sie bieten auch Unterschlupf für Käfer und Larven. Diese dienen dann wiederum als Nahrung für hungrige Vögel im Winter.

Stängel und verblühte Pflanzen stehen lassen

In hohlen Stängeln überwintern Spinnen und Insekten. Verblühte Sonnenblumen dienen als Futterstelle für viele Vögel und auch Samen von anderen Zierpflanzen werden gerne angenommen! Hagebutten und andere Früchte helfen den Vögeln durch den Winter zu kommen.

Kahle Erde vermeiden

Auch das Bodenleben muss geschützt werden! Kahle, abgeräumte Beete bieten den Organismen keinen Schutz und fördern die Auswaschung von Nährstoffen aus dem Boden. Am besten werden die Beete mit Laub oder Reisig abgedeckt. Mittels Gründüngung kann im Herbst das Gemüsebeet schon fürs nächste Jahr vorbreitet werden. Gründüngungspflanzen lockern den Boden, bedecken die Oberfläche und werden nach dem Winter einfach in die Erde eingearbeitet. So geben sie dem Boden wertvolle Nährstoffe zurück.

Im Herbst schon ans Frühjahr denken

Wer noch keine heimische Wildobsthecke hat, kann im Herbst eine pflanzen. Dort finden Vögel ein geschütztes Versteck und Platz für den Nestbau. Ideal sind Sträucher, die Früchte tragen und dadurch Nahrungsquelle für nützliche Gartenhelfer sind. Dazu gehören zum Beispiel Kornelkirsche, Liguster, Weißdorn und Wildrose.

Blumenzwiebel kommen jetzt in die Erde. Frühblüher wie Krokus, Winterlinge oder Blausterne sind wunderschöne Farbtupfer im zeitigen Frühjahr und bieten den Wildbienen wichtigen Nektar und Pollen, wenn in der Natur noch wenig blüht!