Doch keine Willkür des Marktamtes gegenüber den Bauernmarktstandlern

12.02.2018

ACHTUNG UP DATE - ZUM BEITRAG AM ENDE

Heute früh erhielten wir eine Mail an die Redaktion in der ein Schlüssel, besser gesagt ein "Häusl" Problem angesprochen wurde.

AUSSENDUNG:

Da staunten die Standler des Bauernmarktes auf dem Floridsdorfer Markt, die dort jeweils an Wochenenden ihre Produkte anbieten, nicht schlecht: Wer am vergangenen Freitag das den Standlern vorbehaltene Markt-WC aufsuchen wollte, stand vor versperrten Türen. Die Schlüssel, die jeder Bauernstand-Betreiber mit Genehmigung des Marktamtes hat, passten nicht mehr zu den Schlössern. Diese hatte das Marktamt nämlich "über Nacht" austauschen lassen

"Auf unsere Beschwerden erhielten wir vom Marktamt-Mitarbeiter vor Ort lediglich die Auskunft, dass wir trotz Jahrzehnte langer Praxis samt offizieller Genehmigung die WC-Anlage nicht mehr benützen dürfen. Diese bleibe ab sofort lediglich den Betreibern der festen Marktstände vorbehalten", so die verärgerten Bauernstandler zu dem zu Hilfe gerufenen WIFF-Bezirksrat und Marktinsider Hans Jörg Schimanek. "Wir wurden auf die öffentliche WC-Anlage des Marktes verwiesen, die nur gegen Münzeinwurf benützbar ist. Uns allen geht's da nicht um 50 Cent oder einen Euro, sondern ausschließlich um die Ungleichbehandlung gegenüber den anderen Marktkaufleuten.", so "Käsemann" Helmut Hofmann

WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek will jetzt versuchen, diese Anordnung der Marktamtsspitze zu kippen: "Wir Floridsdorfer müssen froh sein, dass sich noch immer einige Unentwegte finden und an Wochenenden den Bauernmarkt betreiben. Derartige Maßnahmen sind wahrlich nicht dazu geeignet, die speziell von Bezirksvorsteher Papai (SP) immer wieder propagierte 'Attraktivierung' des Floridsdorfer Marktes zu fördern. Info-Tafeln oder neue Lampen nützen kaum etwas, wenn man zugleich Bauernstandler verärgert und damit möglicherweise sogar vertreibt", so der Bezirkspolitiker. Zugleich bezweifelt Schimanek, dass seitens des Marktamtes vor dieser Maßnahme eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufgestellt wurde: "Wie viele Jahre müssten die Standler künftig bei Benützung des öffentlichen WC's jeweils 50 Cent Gebühr entrichten, bis die Kosten für den Schlössertausch wieder egalisiert werden? Wäre das Ganze nicht traurige Wahrheit, man müsste eigentlich an einen dummen Faschingsscherz denken".

Unser Chefredakteur Robert Ebhart setze sich mit dem Marktamt in Verbindung und erhielte eine ganz andere Darstellung der Sachlage.

Das Schloss beim MarktstandlerInnen-WC wurde beschädigt und war nicht mehr sperrbar.

Daher wurde von einer Schlosserfirma ggst. Schloss ausgetauscht, leider nur 20 Schlüsseln dazu geliefert. Natürlich wurden sofort weitere Schlüssel nachbestellt.20 Schlüssel wurden an die MarktstandlerInnen mit fixen Ständen ausgeteilt.

Landparteien mit fixer Zuweisung werden selbstverständlich auch Schlüsseln bekommen, es dürfte sich hierbei um ein Missverständnis vom WIFF handeln.

Sei wie es sei, doch keine Ungerechtigkeit beim  defäzieren (Sch...) am Floridsdorfer Markt

UP DATE

Nachdem die Schlüssel 3 Wochen dauern würde - wird ein neues Schloss mit 50 Schlüssel bestellt damit alle Standler bald einen Schlüssel bekommen. Wir bedanken uns im Namen der Standler beim Marktamt.