Erfolgreiches Jahr 2016 im Jüdischen Museum Wien

30.01.2017

Das Jüdische Museum Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, konnte 2016 wieder mehr als 106.000 BesucherInnen an den beiden Museumsstandorten verzeichnen. Als besonderer Besuchermagnet erwies sich die Ausstellung "Stars of David. Der Sound des 20. Jahrhunderts" im Palais Eskeles mit mehr als 40.000 BesucherInnen. Die Ausstellung über jüdische MusikerInnen und KomponistInnen des 20. Jahrhunderts war damit die dritterfolgreichste Ausstellung des Jüdischen Museum Wien.

Zahlreiche Highlights 2016 und erfolgreiches Vermittlungsprogramm

Neben "Stars of David. Der Sound des 20. Jahrhunderts" war die Ausstellung "Wiener Synagogen. Ein Memory" im Museum Judenplatz ein besonderes Highlight des Ausstellungsjahres. 18.000 Personen haben die Ausstellung, die Wiens Synagogen virtuell rekonstruierte, gesehen und dadurch einen erhellenden Einblick in diese nicht mehr existenten Wiener Räume bekommen. Die noch bis 28. Mai laufende Schau "Horowitz. 50 Jahre Menschenbilder" brachte bereits im ersten Monat mehr als 2.700 Interessierte in das Museum Judenplatz. Im Museum Dorotheergasse konnten seit 4. November 2016 mehr als 10.000 BesucherInnen bei der Ausstellung "Die bessere Hälfte. Jüdische Künstlerinnen bis 1938" verzeichnet werden. Video zur Ausstellung: https://www.wienholding.tv/JMW-Die-bessere-Haelfte/250299

Besonders erfreulich ist das ungebrochene Interesse an den Veranstaltungen des Museums und am Vermittlungsprogramm für alle Altersgruppen, das von mehr als 10.000 Personen wahrgenommen wurde. Besonders herauszustreichen ist hier das rege Interesse an Führungen und Workshops zum Thema "Shalom, Salam & Servas", an denen bereits 400 geflüchtete Menschen u.a. aus Afghanistan, Irak, Syrien, Nordafrika teilgenommen haben.

Internationale Ausstellungserfolge

Auch international war das Jüdische Museum Wien 2016 überaus erfolgreich. Die von Danielle Spera und Hannah Lessing, Generalsekretärin des Nationalfonds, kuratierte Ausstellung "Lessing zeigt Lessing" wurde von 20. Jänner bis 18. März 2016 in der Österreichischen Botschaft in Washington, D.C. präsentiert. Daran anschließend wurde die Schau in Krakau und Danzig gezeigt. Die erfolgreiche Ausstellung "Von Generation zu Generation. Arik Brauers neue Haggada" war in Bukarest zu sehen.

Ein Ticket, zwei Museen: viele Vorteile

Seit 15. Dezember 2016 bietet das Jüdische Museum Wien erstmals eine Jahreskarte an. BesucherInnen können nun ein Jahr lang um nur 32 Euro beide Standorte des Museums besuchen so oft sie möchten. "Endlich konnten wir dem Wunsch vieler treuer BesucherInnen nachkommen. Mit der Jahreskarte können sie nun mit nur einem Ticket vielfache Eindrücke in unseren sechs jährlichen Wechselausstellungen sowie in unseren permanenten Ausstellungen sammeln", erklärt Direktorin Danielle Spera.

Die Jahreskarte ermöglicht nicht nur die Ausstellungen des Jüdischen Museums Wien zu besuchen, sondern auch am öffentlichen Vermittlungsprogramm kostenlos teilzunehmen. Die Jahreskarte ist sowohl an den Kassen im Palais Eskeles in der Dorotheergasse als auch im Museum Judenplatz zu erwerben. Ab Kaufdatum ist sie zwölf Monate gültig.

Abwechslungsreiches Ausstellungsprogramm 2017

Auch 2017 hat das Jüdische Museum Wien ein spannendes Ausstellungsprogramm zusammengestellt. Ab 5. April zeigt "Trude und Elvis. Wien - Memphis - Hollywood" den umfangreichen Nachlass mit zahlreichen Unikaten von Trude Forsher, die von Juni 1956 bis November 1960 die Sekretärin von Elvis Presleys war. Sie stammte aus Wien und konnte 1938 mit knapper Not der Verfolgung durch das NS-Regime entkommen. Die große Frühjahrsausstellung "Kauft bei Juden. Geschichte einer Wiener Geschäftskultur" erzählt ab 17. Mai mit eindrucksvollen Objekten nicht nur die Geschichten der Gründerfamilien von Wiener Kaufhäusern, sondern auch von Architektur und Inszenierung, den DesignerInnen, der Klientel sowie VerkäuferInnen, SchneiderInnen und SchaufensterdekorateurInnen. Im Herbst widmet sich "Genosse Jude. Der Traum von einer besseren Welt" unterschiedlichsten Lebensgeschichten, die einen vielschichtigen Raum entstehen lassen, der mit Beispielen aus Kunst, Literatur, Film, Theater, Musik, zeitgeschichtlichen und persönlichen Dokumenten eine differenzierte Sichtweise auf das komplexe Thema eröffnet. Im Museum Judenplatz dokumentieren ab 7. Juni die Fotografien von Adam Reynolds die Vielfalt der Bunker in Israel und geben gleichzeitig ein beklemmendes Zeugnis der Lebens- und Überlebenssituation des israelischen Volkes.