Floridsdorf: Neue Ausstellung „Brennen für das Leben“

17.11.2017

Eine eindrucksvolle Wander-Ausstellung mit dem Titel "Brennen für das Leben - Glaubensmut und Druckerpresse" wird von Montag, 20. November, bis Donnerstag, 23. November, im Bezirksmuseum Floridsdorf (21., Prager Straße 33) gezeigt. Anlass für die Schau ist das Jubiläum "500 Jahre Reformation".

Info-Wände mit Bildmaterial und Texten, Exponate in Vitrinen sowie Objekte zum "Angreifen" beleuchten die Geschehnisse vor 500 Jahren. Die Schwerpunkte der empfehlenswerten Ausstellung erstrecken sich von den so genannten "Vier Solis" des Martin Luther bis zur Verwendung der Druckerpresse und "dem dritten Flügel der Reformation (den Täufern)". Von einem Nachbau einer "Gutenberg-Druckerpresse" bis zu einer kaiserlichen Verordnung über die Nutzung von Folterzangen, Handeisen und manch anderer Schmerzen bewirkender Vorrichtungen erwartet die Besucherinnen und Besucher ein umfassender Rückblick. Die Ausstellung ist am Montag, Dienstag und Mittwoch von 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr sowie am Donnerstag von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr offen. Immer ist der Eintritt frei. Auskünfte: Telefon 0664/55 66 973, Telefon 270 51 94 (Ehrenamtlicher Museumsleiter: Ferdinand Lesmeister).

Kostenloser Vortrag "Wirren der Reformation" am 20.11.

Eröffnet wird die Ausstellung im "Mautner Schlössl" am Montag, 20. November, um 19.00 Uhr. An diesem Abend ertönt "Musik aus der Reformationszeit". Reinhold Eichinger ("Freikirchen in Österreich" und "Hutterischer Geschichtsverein") referiert bei der Veranstaltung über die Thematik "Floridsdorf in den Wirren der Reformation". Der Zutritt ist gratis.

"Peinliche Befragung" von Ketzern und "Schmuggel-Korb"

Ein Gewichtstein erinnert an einstige "peinliche Befragungen" und das "Aufziehen" von Ketzern. Ein Holzstock zum Einklemmen der Beine von Andersgläubigen, historische Bibeldrucke und ein "Schmuggel-Korb" vermitteln Eindrücke von Geschehnissen in der Vergangenheit. Das Modell einer "Kampfgaleere" symbolisiert die Einsätze von Andersdenkenden als Ruderer. Neben Beispielen für "hutterisch-täuferische" Keramik-Arbeiten beinhaltet diese Wanderausstellung ein handgeschriebenes "Predigtbüchl" und ein Gebetbuch aus 1658. Wer mag, kann die nachgebaute "Gutenberg"-Presse in Betrieb nehmen und einen eigenen Ausdruck mitnehmen. Nähere Informationen, Anmeldung von Gruppen plus Vereinbarung von Führungen durch diese Schau (zirka 50 Minuten) per E-Mail: reinhold.eichinger@gmail.com.

Allgemeine Informationen:
Bezirksmuseum Floridsdorf:
www.bezirksmuseum.at
Freikirchen in Österreich:
www.freikirchen.at
Hutterischer Geschichtsverein:
www.taeufer.net