Haas-Insolvenz: Hilfe der AK Niederösterreich für Beschäftigte angelaufen

25.10.2017

AKNÖ Präsident Markus Wieser
AKNÖ Präsident Markus Wieser

Für die 162 Beschäftigten des insolventen Elektrohändlers Haas ist die Hilfe der AK Niederösterreich bereits angelaufen. "Unsere ExpertInnen haben sofort begonnen, die offenen Gehaltsforderungen für den Insolvenzentgeltfonds zu berechnen, damit die Betroffenen rasch zu ihrem Geld kommen", sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB-Vorsitzender Markus Wieser. Derweil stehen die Zeichen auf Weiterbestand des Unternehmens.

In den Haas-Standorten in Gerasdorf und der SCS Vösendorf berechnen ExpertInnen der AK Niederösterreich seit dem Vormittag bei jedem einzelnen Beschäftigten, wie viel Geld ihm oder ihr das Unternehmen schuldet. Diese Ansprüche werden im Namen der Beschäftigten beim Insolvenzentgeltfonds angemeldet, der nach Pleiten die Löhne und Gehälter auszahlt, die die Firma nicht mehr leisten konnte.

"Offen sind das Gehalt für Oktober und das anteilige Weihnachtsgeld", schildert Jutta Maca, Leiterin des Insolvenzreferats der AK Niederösterreich. "Das heißt, bis jetzt haben die Beschäftigten die Insolvenz ihres Arbeitgebers glücklicherweise nicht gespürt. Allerdings wird das Oktobergehalt jetzt mit einer kleinen Verzögerung auf ihrem Konto eintreffen." Für das Weihnachtsgeld könnte der übliche Termin - der 1. Dezember - halten. Die Unterstützung der AK garantiert eine schnelle Auszahlung durch den Fonds.

Ab November geht es auch mit der Bezahlung regulär weiter: Der Masseverwalter will den Betrieb weiterführen. Es sind weder Schließungen noch Kündigungen angedacht.