Im Gedenken der Opfer des Novemberpogrom 1938

09.11.2017

In der Nacht von 9. auf 10. November 1938 fand jene vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Zerstörung von Leben, Eigentum und Einrichtungen von Jüdinnen und Juden im gesamten Deutschen Reich statt, die als "Reichskristallnacht" oder "Reichspogromnacht" in die Geschichte eingegangen ist. In Wien begann die Aktionen gegen die Juden  am frühen Morgen des 10. November 1938 und dauerte ganzen Tag an. In Wien wurden 27 Juden ermordet, 88 schwer verletzt und misshandelt, 6547 Juden wurden verhaftet und über 4000 Geschäfte zerstört und geplündert. Tausende Juden wurden aus ihren Wohnungen delogiert. Unter dem Vorwand, nach Waffen zu suchen, fanden Plünderungen in den Wohnungen und Geschäften statt.

Die Pogrome markierten den Übergang von der Diskriminierung und der Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung zur systematischen Verfolgung, die schließlich im Völkermord an den europäischen Jüdinnen und Juden im Machtbereich des Nationalsozialismus mündete.

Das Buch aus der Lesung beschäftigt sich mit diesem fürchtlichen Ereignissem und spielt in Floridsdorf.