„In die Grean gehen“ – Frühlingsgenuss im Weinviertel

16.02.2017

Weinviertel / Niederösterreich - Mit einer Weinviertler Winzerpersönlichkeit durch ihre
Weinberge wandern und die pulsierende Kraft des Frühlings spüren, danach kosten, wie
der junge Wein und die g'schmackig-leichte Heurigenjause schmecken: Das ist "In die
Grean gehen" - Frühling im Weinviertel.
Altes Brauchtum neu erleben: Die "Grean" ist ein traditioneller Brauch aus dem Weinviertel und
rührt vom biblischen Emmausgang her. Früher unternahmen die Winzer mit ihren Helfern der
Vorjahres-Lese am Ostermontag einen Spaziergang ins Grüne, auf Weinviertlerisch "in die Grean".
Dort, in der Kellergasse, wurde der junge Wein verkostet, für die Ernte gedankt und Motivation für
das kommende Arbeitsjahr geschenkt.
Die Tradition der "Grean" ist bis heute lebendig geblieben. Regionale
Schmankerln wie Schinken, Aufstriche mit Frühlingskräutern und Osterstriezel
werden zu den köstlichen Weinen gereicht. Man genießt die Sonnenstrahlen
und die erblühende Landschaft und erfreut sich des Frühlings.
Im Weinviertel wurde der Brauch zu einem touristischen Angebot
weiterentwickelt. "In die Grean" zu gehen ist längst nicht mehr den
Lesehelfern vorbehalten. Vor allem Weinliebhaber kommen bei "In die
Grean gehen" - einem Urlaubsangebot mit zwei Nächtigungen, einem fünfgängigen
Menü mit Weinbegleitung, einer Riedenwanderung mit einer
Winzerpersönlichkeit sowie einer Weinverkostung und Heurigenjause - auf
ihre Kosten.
Nirgendwo ist der Frühling schöner als in den Weingärten des
Weinviertels, wo die ersten grünen Knospen an den Ranken sprießen
und da und dort bereits zarte weiße Blüten durch ihre grüne Hülle
brechen. In der milden Frühlingsluft ist ein ausgedehnter Spaziergang
besonders reizvoll, erst recht, wenn die Riedenwanderung in
Begleitung eines fachkundigen Winzers stattfindet, der Rede und
Antwort steht und Einblicke in das Thema Weinbau gibt.