KEIN NIKOLOVERBOT AN WIENER SCHULEN Bezirksvorsteher Georg Papai informiert sich persönlich

04.12.2017

Mit einem sofortigen Lokalaugenschein reagierte Bezirksvorsteher Georg Papai auf die in einer Tagezeitung kolportierte Falschmeldung, in der Volksschule Jochbergengasse würden Nikolo und Christkind verboten sein und auch sonst einiges im Argen liegen.
"Nichts davon ist wahr!", konnte sich der Bezirksvorsteher bei seinem Überraschungsbesuch persönlich überzeugen. "Im Gegenteil: Nikolo und Christkind sind nicht nur prinzipiell an Wiens Schulen willkommen und somit Teil des schulischen Alltags. Auch die übrigen im Bericht genannten Vorwürfe gegenüber der Schule stimmen ausnahmslos nicht."
Richtigstellung des Stadtschulrates
Auch der Wiener Stadtschulrat weist die Vorwürfe in dem Artikel, der auf der Onlineplattform der Zeitung für viel Zündstoff gesorgt hat und mittlerweile schon gelöscht wurde, schärfstens zurück und stellt in einer Aussendung klar:
- Bisher hat der Elternverein, der üblicherweise an Wiener Volksschulen einen Nikolo-Auftritt organisiert, dies nicht getan. Sollte dieser organisiert werden, würde sich die Schule freuen. - Der Elternverein der VS 21, Jochbergengasse organisiert jedoch eigene Nikolaussackerl für alle SchülerInnen, welche von den LehrerInnen ausgeteilt werden. Es gibt und gab niemals ein "Hausverbot" für den Nikolaus. - Seit Jahren steht ein Christbaum im Eingangsbereich. Das Schulhaus ist überdies geschmückt. Derzeit hängen von den SchülerInnen gebastelte Nikoläuse unterschiedlichster Art in den Gängen und die Aula ist weihnachtlich geschmückt. - Auf der Einladung zum "Winterfest" - es gibt analog auch ein "Sommerfest" - wird "Weihnachten" angeführt und es gibt auch den alljährlichen Adventbastelmarkt. - Die VS 21, Jochbergengasse ist eine Halbtagsschule, daher ist der Vorwurf, dass es kein Schweinefleisch zum Essen gäbe, nicht nachvollziehbar: Die Schule bietet gar kein Essen an! - Das Kruzifix hängt entsprechend der gesetzlichen Vorgaben hierzu in einigen Klassenräumen. - Das Bild des Bundespräsidenten hängt vor der Direktion und neben dem
Christbaum. Es gibt pro öffentlicher Schule im Bereich der Pflichtschulen nur ein Bild des Bundespräsidenten, welches vom Schulerhalter MA 56 zur Verfügung gestellt wird. - In der VS 21, Jochbergengasse gibt es 2 Mädchen (Schulneulinge) aus einer Familie, welche ein Kopftuch tragen. Mit den Eltern wurden und werden pädagogische Gespräche geführt, um diese umzustimmen. - Es gibt keine Abmeldungen vom Turnunterricht. Der Schwimmunterricht ist Teil des Pflichtgegenstandes. Eine Abmeldung wäre gesetzlich gar nicht möglich. - Selbstverständlich gibt es keinen "verpflichtenden Türkischunterricht". Fakt ist viel mehr, dass die Schule eine Zuteilung von 11 Stunden für den integrativen muttersprachlichen Unterricht Türkisch für SchülerInnen mit Erstsprache Türkisch hat (Muttersprachenunterricht wird in Wien in 23 Sprachen angeboten und ist eine unverbindliche Übung).
Kein Platz für Hass und Zwietracht in Floridsdorf
"Erfahrungsgemäß verbreiten sich derartige Falschmeldungen leider sehr schnell und hartnäckig in den diversen sozialen Netzwerken", befürchte Bezirksvorsteher Papai. "Deshalb ist es mir besonders wichtig, die Dinge richtig zu stellen und die Tatsachen auf den Tisch zu legen. Ich danke allen engagierten Lehrerinnen und Lehrern sowie Direktorinnen und Direktoren in Floridsdorf, die täglich ihren Beitrag zur Wissensvermittlung und zur Erhaltung und Verbreitung unserer kulturellen Traditionen leisten. Verdächtigungen und Anfeindungen dieser Art haben sich unsere Pädagoginnen und Pädagogen nicht verdient!"
"Besonders irritierend finde ich, dass eine Fraktion wider besseres Wissens aufgrund dieser Zeitungsmeldung den Untergang des Abendlandes heraufbeschwört. Dabei hätte ein Anruf bei der Schule gereicht, um der Wahrheit den Vorzug zu geben", findet Bezirksvorsteher Papai deutliche Worte. "Derartige Meldungen und deren unreflektierte Verbreitung sorgen nur für Hass und Zwietracht und dafür ist in Wien und in Floridsdorf kein Platz!"