Lebensretter am Gehsteig: Am Karlsplatz wurde die 11. Defi-Säule im Wiener Stadtzentrum in Betrieb genommen.

24.02.2017

Defi-Säulen können zum Lebensretter am Gehsteig werden. Am Karlsplatz wurde gestern die 11. Defi-Säule im Wiener Stadtzentrum von Landtagspräsident Harry Kopietz und Gewista-CEO Franz Solta in Betrieb genommen.

Die von der Gewista errichteten Defi-Säulen sind Stadtmöbel mit besonderem Mehrwert: Sie beinhalten nicht nur einen lebensrettenden Defibrillator, der Tag und Nacht frei zugänglich ist, sondern auch einen Screen mit einfachen Anleitungen zu Erster Hilfe. Nun wurde bereits die 11. Defi-Säule im Wiener Stadtzentrum von Landtagspräsident Harry Kopietz und Gewista-CEO Franz Solta in Betrieb genommen.

Die Defis können im Notfall ähnlich wie Feuerlöscher entnommen werden. Es wird eine automatische GPS-Verortung durchgeführt sowie eine sofortige automatische Telefonverbindung mit der Notrufzentrale der Wiener Berufsrettung hergestellt.

Auf einem Touchscreen in der Defi-Säule können entsprechende Defi-Informationen übermittelt beziehungsweise abgerufen werden. Die Rückseite der Stele ist mit einem 72 Zoll Screen versehen, über welchen Werbebotschaften, zur Refinanzierung des Standortes, transportiert werden.

"Wichtig zu wissen: Wer den Rettungsntoruf 144 wählt, erfährt bei entsprechendem Notfall auch telefonisch sofort, wo sich der nächste verfügbare Defibrillator befindet und wird durch den Vorgang der Reanimation telefonisch begleitet. Man kann also gar nichts falsch machen", so Dr. Mario Krammel geschäftsführender Präsident von PULS und Intensivmediziner an der MedUni Wien.

"Wir freuen uns über eine weitere lebensrettende Defi-Säule und haben nach dem Wiener Vorbild vor kurzem auch in der Stadt Salzburg die ersten Defi-Säulen in Betrieb genommen. Neben dem Ausbau in Wien werden wir noch heuer weitere Landeshauptstädte mit lebensrettenden Defis ausstatten. Unser Vorhaben ist es, zeitnah alle Landeshauptstädte und urbanen Zentren erschlossen zu haben," so Gewista CEO Franz Solta.

Wie sinnvoll diese Einrichtung ist und wie erfolgreich sie funktionieren kann, zeigte sich erst vor wenigen Monaten: In der Mariahilferstraße konnte ein Ersthelfer einen Mann mit Herzstillstand mittels öffentlichem Defi wiederbeleben. "Das Engagement von Ersthelfern ist enorm wichtig. Denn die Zeit bis zum Eintreffen professioneller Hilfe kann zwischen Leben und Tod entscheiden," so Harry Kopietz, Wiener Landtagspräsident und Präsident von "Puls", dem Verein zur Bekämpfung des plötzlichen Herztodes.

Das Projekt wird von der Gewista gemeinsam mit dem Verein Puls umgesetzt und von der MedUni Wien wissenschaftlich begleitet.

Aktuell sind 11 Säulen im Wiener Stadtzentrum zu finden:

  • 1010 Wien, Am Hof 3,
  • 1010 Wien, Fleischmarkt
  • 1010 Wien, Reitschulgasse 1
  • 1010 Wien, Schottengasse 4
  • 1010 Wien, Universitätsring 1
  • 1010 Wien, Wollzeile 39
  • 1030 Wien, Landstraßer Hauptstraße 27
  • 1040 Wien, Karlsplatz 14
  • 1060 Wien, Mariahilferstraße 2/MQ
  • 1060 Wien, Mariahilferstraße 119
  • 1070 Wien, Mariahilferstraße 71A

Online finden Sie die Defi-Standorte unter www.puls.at