Lebensrettung durch Bedienstete der Polizeiinspektion Gerasdorf bei Wien

09.02.2018

Gerasdorf - In den Nachmittagsstunden des 7. Februar 2018 ersuchte die Tochter eines 92-jährigen dement kranken und nicht gehfähigen Mannes in Gerasdorf bei Wien, Bezirk Korneuburg, die Polizeiinspektion Gerasdorf um Nachschau an der Wohnadresse. Sie gab an, sich Sorgen zu machen, weil sie telefonisch weder ihren Vater noch seine 58-jährige Heimhilfe erreichen könne.
Beim Eintreffen der Streifen der Polizeiinspektion Gerasdorf an der Wohnadresse des 92-Jährigen waren sämtliche Fenster und Türen geschlossen bzw. versperrt. Bei der Nachschau durch ein Fenster konnte der 92-Jährige regungslos im Wohnzimmer am Boden liegend wahrgenommen werden. Er reagierte weder auf Zurufe noch auf heftiges Klopfen.
Um ihm rasch Hilfe zukommen zu lassen, schlugen die Beamten die Verglasung des Wohnzimmerfensters ein, stiegen durch das Fenster in das Wohnhaus ein und begannen sofort mit Erste Hilfe Maßnahmen. Er war zwar bei Bewusstsein, jedoch völlig hilflos.
Bei der Nachschau in den weiteren Räumlichkeiten wurde die 58-jährige Heimhilfe bewusstlos in der Toilette am Boden liegend aufgefunden, es konnte jedoch eine leichte Atmung festgestellt werden.
Kurze Zeit später trafen die alarmierten Rettungskräfte des Roten Kreuzes Gerasdorf und Gänserndorf an der Einsatzörtlichkeit ein und übernahmen die Versorgung beider Personen. Sie wurden in die Landeskliniken Mistelbach und Tulln eingeliefert.
Offensichtlich dürfte die Heimhilfe in den Nachstunden einen medizinischen Notfall erlitten haben, wobei der bettlägerige 92-Jährige versuchte, ihr zu helfen. Dies misslang jedoch aufgrund seines schlechten gesundheitlichen Zustandes.


Die Landespolizeidirektion Niederösterreich spricht den beteiligten Beamten für das rasche und entschlossene Einschreiten Dank und Anerkennung aus.