Ludwig/Pürstl: Jetzt in jedem Gemeindebau: Der persönliche Kontakt zur Wiener Grätzlpolizei

20.12.2017

(WIEN)

Erst diesen Sommer luden Polizeipräsident Gerhard Pürstl und Wohnbaustadtrat Michael Ludwig zum Auftakt der Aktion

"GEMEINSAM.SICHER WOHNEN IM GEMEINDEBAU" in die Wohnsiedlung Hasenleiten. Präsentiert wurde dabei eine Vielzahl von Maßnahmen, um die Zusammenarbeit von Wiener Polizei und Gemeindebauverwaltung Wiener Wohnen im Dienste der Bewohnerinnen und Bewohner im Gemeindebau zu intensivieren. Herzstück der Aktion für noch mehr Sicherheit im Gemeindebau ist die intensive Zusammenarbeit zwischen Wiener Wohnen und den zu Beginn 2017 ins Leben gerufenen GrätzlpolizistInnen. Für die Abklärung von sicherheitsrelevanten Fragen und Anliegen in den Wohnhausanlagen erfolgt dabei ein reger Austausch zwischen den Wiener Wohnen MitarbeiterInnen und den SicherheitskoordinatorInnen und GrätzlpolizistInnen, die in allen Wiener Bezirken zum Einsatz kommen. Nun wird die Aktion GEMEINSAM.SICHER WOHNEN IM GEMEINDEBAU um ein weiteres Service für die BewohnerInnen im Wiener Gemeindebau erweitert!

Neu: Direkter Draht zur Grätzelpolizei für alle Bewohnerinnen

Damit auch alle Bewohnerinnen und Bewohner Ihren direkten Draht zur Grätzlpolizei jederzeit im Blick haben, erhält jeder Gemeindebau einen Aushang mit Namen, Mailkontakt und Telefonnummer des jeweiligen Grätelpolizisten oder der jeweiligen Grätzlpolizistin.

"Sicherheit ist ein Grundbedürfnis und ein hohes Sicherheitsempfinden die Basis für eine hohe Wohn- und Lebensqualität. Doch obwohl die Sicherheit sehr hoch ist - Wien ist nach wie vor eine der lebenswertesten und vor allem sichersten Städte der Welt -, kann das subjektive Sicherheitsempfinden oft nicht mithalten. Hier setzen wir gemeinsam an, Durch die intensive Zusammenarbeit von Stadt Wien - Wiener Wohnen und der Wiener Polizei sorgen wir dafür, dass die sicherheitsrelevanten Anliegen der Bewohnerinnen und Bewohner im Gemeindebau noch besser berücksichtigt werden können", erklärt Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. "Mit der Grätzlpolizei und der direkten Vernetzung mit den Mieterinnen und Mietern sowie der Hausverwaltung tragen wir maßgeblich dazu bei."

Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl unterstreicht seinerseits die Bedeutung dieser Kooperation: "Eine moderne Polizei kann sich nur dann mit der Gesellschaft weiterentwickeln, wenn über die Verhinderung und Verfolgung von Straftaten hinaus, ein enger persönlicher Dialog mit der Bevölkerung gegeben ist. Die Grätzlpolizei nimmt da nicht nur eine ganz wesentliche Rolle ein, sondern fördert in sicherheitsrelevanten Thematiken einen lösungsorientierten Dialog zwischen Bevölkerung und kommunalen Einrichtungen. Im Bereich der Wiener Gemeindebauten trägt sie so auch ganz wesentlich zur Steigerung der subjektiven Sicherheit bei."

Aushang in 17.000 Stiegenhäusern

GrätzlpolizistInnen beraten die BewohnerInnen zum Thema Einbruchsprävention oder Vermeidung von Angsträumen, sind aber auch die richtigen Ansprechpartner, wenn es etwa um Beobachtungen im Bereich der Suchtgiftkriminalität oder Fragen zu häuslicher Gewalt geht. Hier kann ein Gespräch mit der Grätzlpolizei wichtige Anstöße für weitere polizeiliche Maßnahmen und Ermittlungen liefern. Derzeit werden in allen 17.000 Stiegenhäusern der Weiner Gemeindebauten Aushänge mit den allen relevanten Informationen zu den jeweiligen Grätzelpolizisten angebracht. In Notfällen gilt es allerdings weiterhin, den Polizeinotruf 133 oder die europäische Notrufnummer 112 zu wählen, die auch vom Handy aus jederzeit und sogar ohne Sim-Karte oder Gesprächsguthaben erreichbar ist.

Zusammenarbeit zeigt Erfolg!

Die systematische Vernetzung zwischen der Grätzlpolizei und den MitarbeiterInnen von Wiener Wohnen bei sicherheitsrelevanten Anliegen der GemeindebaubewohnerInnen, die bereits zu Beginn des Jahres gestartet wurde, macht sich inzwischen bestens bezahlt: "In mehreren Fällen konnten bereits sicherheitsrelevante Probleme im Interesse unserer Mieterinnen und Mieter gelöst und eine Verbesserung der Lebensqualität erzielt werden", weiß Wiener Wohnen Direktorin Karin Ramser die enge Zusammenarbeit mit der Wiener Polizei zu schätzen. "Ein intensiver Austausch zwischen den Kolleginnen und Kollegen sowie jede Menge Fingerspitzengefühl sind hierbei die Zutaten unseres gemeinsamen Erfolges", so Ramser weiter.

Sicherheits-Check vor Sanierungen

Vor Sanierungen von Gemeindebauten werden durch Wiener Wohnen mittlerweile standardmäßig Sicherheitschecks durchgeführt, ein Pilotprojekt dabei war der Goethehof im 22. Bezirk. Im Rahmen der Sanierungsplanung wird die zu modernisierende Städtische Wohnhausanlage gemeinsam von MitarbeiterInnen von Wiener Wohnen und ExpertInnen des kriminalpräventiven Dienstes der Landespolizeidirektion Wien begangen. Hierbei werden sicherheitsrelevante Merkmale beurteilt und die Polizei verfasst eine Stellungnahme zur Wohnhausanlage. Sie wird bei der Ausarbeitung der Sanierungsvarianten in weiterer Folge berücksichtigt.

Ebenfalls in die Planung der Sanierung fließt eine Untersuchung ein, die die baulichen Gegebenheiten speziell aus Sicht von Frauen betrachtet und Hinweise zur Beseitigung und Vermeidung potentieller Angsträume liefert. So sorgt Wiener Wohnen gemeinsam mit der Wiener Polizei dafür, dass das subjektive Sicherheitsempfinden zukünftig auch mit der hohen objektiven Sicherheit im Gemeindebau schritthalten kann!