Premiere im AKH Wien: Intraoperative Volumenbildgebung für orthopädische Eingriffe

16.11.2016

Im OP-Bereich der Universitätsklinik für Orthopädie wird im September 2016 erstmals in Österreich ein mobiler Computertomograph in Betrieb genommen. Die intraoperative 3D-Bildgebung mit Navigations- und Positionierungsfunktionen setzt neue Maßstäbe bei operativen Eingriffen. Durch die hohe Bildqualität und räumliche Information werden chirurgische Entscheidungen während der Operation erheblich erleichtert und minimal-invasive Eingriffe optimal unterstützt.

Der neue CT-Scanner, der speziell für die Verwendung in bestehenden OP-Sälen entwickelt wurde, ermöglicht eine präzise Knochen- und Weichteildarstellung und eignet sich besonders gut für Operationen an der Wirbelsäule und am Becken. In einem einzigen Scan kann beispielsweise die gesamte Wirbelsäule der am OP-Tisch befindlichen PatientInnen dargestellt werden. Das Gerät ermöglicht einerseits eine höchst präzise Ortung der Referenzmarker bei der Navigation und andererseits eine sofortige intraoperative Überprüfung unklarer Befunde mittels 3D-Scan, die bisher erst nach dem Eingriff durchgeführt werden konnte und mitunter einen weiteren Eingriff erforderlich gemacht hat.

Die große Öffnung des Scanners bietet Platz für den Positionierungsrahmen bei der Wirbelsäulenchirurgie. Die PatientInnen können so in der jeweils notwendigen Position mit gleichzeitiger Bildgebung operiert werden. Mittels abnehmbaren Touchscreen kann die Laserausrichtung und Dosisanzeige der Bildgebung durch das OP-Personal eingestellt werden.