Riga: Gedenken an die Wiener Opfer des Holocaust

11.07.2017

© S. Friedrich/Stadt Wien/MD
© S. Friedrich/Stadt Wien/MD

Eine Wiener Delegation unter der Leitung von Peter Florianschütz (Vorsitzender des Gemeinderatsausschusses für Europa und Internationales und Koordinator des Monitoring-Komitees gegen Antisemitismus des Wiener Gemeinderates), Shams Asadi(Menschenrechtsbeauftragte der Stadt) und Silvia Friedrich(Stellv. Gruppenleiterin der MD-Europa und Internationales) besuchte vom 3. bis 6. Juli 2017 Riga. Im Zuge der zweiten gemeinsamen Gedenk- und Erinnerungsreise der Mitgliedsstädte des Deutschen Riga-Komitees vertrat die Delegation bei den offiziellen Gedenkveranstaltungen des lettischen Holocaust-Gedenktages die Stadt Wien.

Zwischen November 1941 und Februar 1942 wurden über 4000 Jüdinnen und Juden aus Wien nach Riga deportiert, im Wald von Bikernieki erschossen oder sie starben an den grauenvollen Bedingungen des Rigaer Ghettos.

Mit dem Projekt "Steine für Bikernieki", das im Rahmen des Geschichtsunterrichts an der AHS in Wien 19, Gymnasiumstraße von den 7. Klassen entwickelt wurde, konnte nach aufwendigen Recherchen der SchülerInnen das Leben zweier Absolventen der Schule, die nach Riga deportiert und ermordet wurden, dokumentiert werden. Zwei Schüler dieser Schule, Matthias Cantini und Luka Doneus reisten nach Riga mit. Sie legten Steine, die sie in Wien auf dem Schulweg der damaligen Schüler gesammelt hatten am Gedenkstein für die Wiener Opfer nieder und gedachten gemeinsam mit den TeilnehmerInnen der Delegationen aller Opfer des Nationalsozialismus.