Jüdisches Museum Wien verleiht Max und Trude Berger-Preis

07.12.2016

© JMW / Sonja Bachmayer
© JMW / Sonja Bachmayer

Das Jüdische Museum Wien, ein Museum der Wien Holding, verlieh erstmals den Max und Trude Berger-Preis für Verdienste um das Museum. PreisträgerInnen 2016 sind Mag.a Hannah Lessing, Generalsekretärin des Nationalfonds der Republik Österreich, und DI Stefan Stolitzka, CEO der LEGERO Schuhfabrik GmbH.

FörderInnen des Jüdischen Museums ausgezeichnet

"Es ist ein symbolisches Dankeschön an Menschen, die das Jüdische Museum unterstützen und auch dazu gedacht, das Andenken an Max Berger, den Mitbegründer des Jüdischen Museums, und an seine Frau Trude aufrecht zu erhalten. Hannah Lessing und Stefan Stolitzka werden mit diesem Preis ausgezeichnet, da sie in den letzten Jahren die Ausstellungs- und Vermittlungsaktivitäten des Jüdischen Museums Wien maßgeblich gefördert und so zum Erfolg des Hauses beigetragen haben", sagte Direktorin Danielle Spera. Die Laudatio für Hannah Lessing hielt Talya Lador-Fresher, Botschafterin des Staates Israel in Österreich. Für Stefan Stolizka sprach Jasper Sharp, Adjunct Curator für Moderne und Zeitgenössische Kunst am Kunsthistorischen Museum Wien. Die zahlreichen Ehrengäste - unter ihnen Justizminister Wolfgang Brandstetter, die Gesandte der Bundesrepublik Deutschland Michaela Spaeth, mumok-Direktorin Karola Kraus, Kunstsammlerin Elisabeth Leopold und Schriftsteller Doron Rabinovici - beglückwünschten die beiden Geehrten.

Über die PreisträgerInnen

Mag.a Hannah Lessing ist seit 1995 Generalsekretärin des Österreichischen Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus. Der Nationalfonds ermöglichte das Oral History Projekt für die permanente Ausstellung des Jüdischen Museums Wien. Die Interviews mit Zeitzeugen des Holocaust sind ein zusätzliches wichtiges Instrument in der Vermittlung der österreichischen Geschichte, vor allem für die vielen Schulklassen, die täglich das Jüdische Museum besuchen. Stefan Stolitzka, CEO der LEGERO Schuhfabrik GmbH, unterstützt seit 2014 das Jüdische Museum Wien in seinen Bestrebungen, zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler einzuladen, sich mit den Themen, die das Jüdische Museum behandelt, auseinanderzusetzen.

Zum Max und Trude Berger-Preis

Der Max und Trude Berger-Preis für Verdienste um das Jüdischen Museum Wien wurde nach dem Sammlerehepaar Max und Trude Berger benannt. Max Berger, der als einziger seiner Familie die Schoa überlebte, begann bereits in den späten 1950er Jahren jüdisches Kulturgut aus Zentral- und Osteuropa zu sammeln. Sein Bestreben war es, die Objekte davor zu retten, zweckentfremdet zu werden und schließlich auch, um die zerstörte Welt seiner Kindheit und seiner Vorfahren zu rekonstruieren. Heute ist seine Sammlung im Jüdischen Museum Wien an seinem Standort im Palais Eskeles in der Dorotheergasse 11 zu besichtigen. Foto- und Pressematerial zu den aktuellen Ausstellungen finden Sie auf der Homepage des Jüdischen Museums Wien unter www.jmw.at/de/presse