Verleihung der Dorothea-Neff-Preise 2016/17

02.06.2017

an Christine Eder, Günter Franzmeier, Kaspar Locher, Die Schweigende Mehrheit für "Traiskirchen. Das Musical" und Claudia Sabitzer Freitagabend fand im Wiener Volkstheater die Verleihung der traditionsreichen Dorothea-Neff-Preise 2016/17 statt. Seit über 40 Jahren stiftet die BAWAG P.S.K. die Preise, heuer wurden sie bereits zum zweiten Mal vom Freundeskreis Volkstheater vergeben. Constance Cauers, die Leiterin des Jungen Volkstheaters und Regieassistent Paul Spittler, der in der kommenden Spielzeit mit Alexandra Badeas Extremophil das Volx/Margareten eröffnen wird, führten durch die Veranstaltung.
Die sechsköpfige Jury, bestehend aus dem Volkstheater nahestehenden Publikumsgruppen, kürte Christine Eder für ihre am Volkstheater entstandene Produktion Alles Walzer, alles brennt. Eine Untergangsrevue mit dem Preis für die "Beste Regieleistung". Auch in der kommenden Spielzeit wird die frischgebackene Dorothea-Neff-Preisträgerin, die damit in die Fußstapfen der Vorjahres-Gewinnerin Yael Ronen tritt, am Volkstheater inszenieren: Das Volkstheater/Bezirke-Publikum darf sich auf ihre Interpretation von Jura Soyfers Der Lechner Edi schaut ins Paradies freuen. Premiere ist am 24. November.
Für die beste schauspielerische Leistung der Saison wurde Günter Franzmeier ausgezeichnet, der sich bereits 2008 über die damals noch Karl-Skraup-Preis genannte Auszeichnung sowie 2015 über einen Dorothea-Neff-Preis als bester Schauspieler freuen durfte. In dieser Saison wurde er für seine Leistung in Klein Zaches - Operation Zinnober, Medea, Mittelschichtblues, sowie in Nathan der Weise gekürt.
Über den Preis für die beste schauspielerische Nachwuchsleistung freute sich Kaspar Locher. Der gebürtige Schweizer, der sein Schauspielstudium an der Hochschule der Künste in Zürich absolvierte und seit 2015 Ensemblemitglied am Volkstheater ist, überzeugte in der Saison 2016/17 in Der Menschenfeind, Kasimir und Karoline, Rechnitz (Der Würgeengel) sowie in der Volx/Margareten-Produktion Hangmen (Die Henker).
Mit dem heuer erstmals verliehenen Spezialpreis, der Vermittlungsarbeit und grenzüberschreitende Theaterarbeit prämiert, wurde das Künstler/innenkollektiv Die Schweigende Mehrheit ausgezeichnet, das in Kooperation mit dem Volkstheater und den Wiener Festwochen Traiskirchen. Das Musical erarbeitet und sich darin mit dem namensgebenden österreichischen Flüchtlingslager auseinandersetzt. Am 9. Juni ist Premiere im Volkstheater.
Der durch eine Zuschauerabstimmung ermittelte Publikumsliebling in der Saison 2016/17 ist Claudia Sabitzer, die in ihrer Rolle als taffe Margaret in der Bezirke-Produktion Mittelschichtblues ebenso überzeugte wie in Klein Zaches - Operation Zinnober, Nathan der Weise und Rechnitz (Der Würgeengel). 2013 wurde sie bereits mit dem Dorothea-Neff-Preis als Beste Schauspielerin ausgezeichnet.
Daneben wurde im Rahmen der Preisverleihung auch der MITTEN IM LEBEN PREIS der BAWAG P.S.K. für herausragendes humanitäres Engagement an den Verein "ich bin aktiv" - Lebensbegleitung von Menschen mit Behinderung verliehen.
Die Preisträger/innen
Beste Regieleistung Christine Eder für Alles Walzer, alles brennt. Eine Untergangsrevue Beste schauspielerische Leistung Günter Franzmeier (Klein Zaches - Operation Zinnober, Medea, Mittelschichtblues, Nathan der Weise) Beste schauspielerische Nachwuchsleistung Kaspar Locher (Der Menschenfeind, Hangmen (Die Henker), Kasimir und Karoline, Rechnitz (Der Würgeengel)) Spezialpreis Die schweigende Mehrheit Publikumspreis Claudia Sabitzer (Klein Zaches - Operation Zinnober, Mittelschichtblues, Nathan der Weise, Rechnitz (Der Würgeengel)) Mitten im Leben-Preis der BAWAG P.S.K. Verein "ich bin aktiv" - Lebensbegleitung von Menschen mit Behinderung
Die Jury
Marie-Sophie Bauder (Freundeskreis Volkstheater)
Kurt Domenik (Abonnent)
Rudolf Leeb (BAWAG P.S.K.)
Lothar Schreiner (Journalist, Bühne)
Hui Voight (Hunger auf Kunst und Kultur)
Sebastian Wimmer (Junges Volkstheater)