Vizebürgermeister-Tour: Gudenus im Pumpwerk von Wien Kanal

06.09.2017

Vizebürgermeister Johann Gudenus (re.) mit Wien-Kanal-Direktor Andreas Ilmer und Gemeinderat Erich Valentin (li.)   © Büro des Vizebürgermeisters
Vizebürgermeister Johann Gudenus (re.) mit Wien-Kanal-Direktor Andreas Ilmer und Gemeinderat Erich Valentin (li.) © Büro des Vizebürgermeisters

Die nächste Station der Vizebürgermeister-Tour von Johann Gudenus hieß kürzlich "Pumpwerk Donauinsel - Wien Kanal". Gudenus informierte sich vor Ort über die Aufgabe von Wien Kanal und führte zahlreiche Gespräche mit den Mitarbeitern. Sein Resümee: "Es sind jene Dinge, die man oft als selbstverständlich ansieht - den Lichtschalter drücken, den Wasserhahn aufdrehen oder die Klospülung betätigen - man sollte aber nicht vergessen, dass hinter dem vermeintlich Selbstverständlichen Menschen stehen, die, wie etwa hier im Pumpwerk von Wien Kanal, harte Arbeit verrichten, um all jenes zu ermöglichen. Dafür möchte ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern großen Dank aussprechen." Zur Vizebürgermeister-Tour war auch der Gemeinderat und Vorsitzende des Umweltauschusses Erich Valentin gekommen.

Wien Kanal - harte Arbeit und präzise Berechnungen für "Selbstverständliches"

Der Vizebürgermeister bekam er einen Einblick in das größte und strategisch wichtigste Pumpwerk im Wiener Kanalnetz. Rund 600 Liter Abwasser aus dem 21. und 22. Bezirk werden am Pumpwerk "Linker Donausammler" an einem trockenen Tag unter der Donau zur Hauptkläranlage nach Simmering transportiert. Bei Regenwetter kann die Anlage auf bis zu 48.000 Liter pro Sekunde hochgefahren werden. Mit dieser Leistung könnte man die "Alte Donau" in 24 Stunden auspumpen. Versorgt wird das Pumpwerk dabei von zwei voneinander getrennten Stromnetzen. Sollte eines der beiden Systeme ausfallen, kann auf das zweite System umgeschaltet werden. Zudem steht am Inselpumpwerk auch noch ein riesiges Notstromaggregat zur Energieversorgung bei einem Netzausfall bereit, damit im Falle eines Blackouts der Betrieb der Pumpen sichergestellt ist.

500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für ein sauberes Kanalnetz

Auf der "Wien Kanal"-Leitwarte erinnert Einiges an eine Kommandobrücke. Etliche Monitore, blinkende Icons, unzählige Knöpfe und Hebel sowie Live-Bilder aus den Tiefen der Kanalisation bestimmen hier die Szenerie. Das "Inselpumpwerk", wie es bei Wien Kanal genannt wird, ist dabei Teil eines modernen Bewirtschaftungssystems des 2.500 Kilometer langen Kanalnetzes der Stadt. Mit einem einzigartigen Leitsystem wird von der Donauinsel aus das gesamte Abwassernetz der Stadt gesteuert und überwacht. "Es ist faszinieren, welche Abwassermengen hier tagtäglich mit absoluter Professionalität gemanagt werden. Per Mausklick wird auf Regenereignisse reagiert, um die Wassermassen auf intelligentem Wege durch die Kanalisation zu lotsen und Überschwemmungen vorzubeugen" zeigt sich Gudenus beeindruckt von der Leistung der Abteilung. Mit einer Leitungslänge von rund 2.500 Kilometer ist Wien Kanal Österreichs größter Kanalnetzbetreiber. Täglich wird etwa eine halbe Milliarde Liter Abwasser sicher und umweltgerecht zur Hauptkläranlage in Simmering transportiert. Rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, das Kanalnetz funktionsfähig und sauber zu halten. So wird zum Beispiel täglich 15 Tonnen abgelagertes Material aus den Kanälen geräumt, um den Abfluss zur Kläranlage zu garantieren. 99,7 Prozent aller Haushalte in Wien sind an das städtische Kanalnetz angeschlossen. Trotzdem wächst das Wiener Kanalnetz jedes Jahr um rund zehn Kilometer. Mehr als 700 Kanalbaustellen werden jährlich zur Erhaltung und Reparatur des öffentlichen Kanalnetzes durchgeführt.

Der Vizebürgermeister abschließend: "Die Abteilungen der Stadt Wien leisten hervorragende Arbeit. Es ist immer wieder spannend, jene Menschen kennenzulernen, die für das Funktionieren in dieser Stadt sorgen. Ihre Meinungen, ihre Anliegen sind mir besonders wichtig. Daher ist kein Ende der Vizebürgermeister-Tour absehbar. Ich freue mich schon jetzt auf die nächsten Stationen."