Von Umwelt, Jobs und Meerschweinchen: Häupl beantwortete Fragen von Jung-Reportern

23.08.2017

© C. Jobst/PID
© C. Jobst/PID

Wie in den Vorjahren haben auch heuer wieder Teilnehmerinnen und Teilnehmer der wienXtra-ferienspiel-Aktion "Rein ins Rathaus!" Bürgermeister Michael Häupl im "Roten Salon" im Rathaus besucht. Sechs neugierige Nachwuchs-Journalistinnen und -Journalisten stellten Häupl die ein oder andere knifflige Frage. So wollten sie von ihrem Bürgermeister wissen, ob es schon immer sein Ziel war, Politiker zu werden. "Keineswegs", sagte Häupl: Ursprünglich habe er geplant, Lehrer zu werden. "Helmut Zilk hat das aber über den Haufen geworfen", antwortete Häupl. Für Politik interessiere er sich seit dem Jahr 1968, weil es zu dieser Zeit eine "Aufbruchstimmung" unter den Jungen gegeben habe; vieles habe sich damals "zum Guten gewendet". Sein großes Vorbild sei Bruno Kreisky gewesen: "Der hat mir sehr imponiert", sagte Häupl.

Die Jung-Journalistinnen und -Journalisten wollten außerdem wissen, was Wien unternehme, um "Wien umweltfreundlich zu machen". Häupl antwortete, Wien sei "die umweltfreundlichste Stadt der Welt". Die Großstadt stehe aber gleichzeitig vor der Herausforderung, dieses Niveau zu halten. Wien plane deshalb beim Bau neuer Wohnungen immer Grünflächen mit, auf welchen Flora und Fauna gedeihen können - diese gleichzeitig aber für alle Wienerinnen und Wiener zugänglich seien. Auf die Frage, wie er die Arbeitslosigkeit bekämpfen wolle, antwortete Häupl, die Maßnahmen der Stadt gegen Jugendarbeitslosigkeit zeigten bereits Wirkung - sie sei so niedrig wie nie zuvor. Auch für die Älteren setze sich die Stadt ein, mit der "Aktion 20.000" etwa helfe man über 50-Jährigen, wieder einen Job zu finden.

Die Nachwuchs-Reporterinnen und -Reporter stellten aber nicht nur politische Fragen. Ein Mädchen fragte, ob Häupl ein Haustier habe. "Als Kind hatte ich Meerschweinchen", antwortete Häupl. Ein Bub wiederum erkundigte sich nach dem Schnurrbart des Stadt-Chefs. Er trage seinen Oberlippenbart schon seit 52 Jahren, erklärte Häupl: Früher sei es unter seinen Zoologie-Kommilitonen Usus gewesen, einen Vollbart zu tragen. "Der hat bei mir nicht gut ausgeschaut, deswegen trage ich nur einen Schnurrbart".

Nach dem Interview gab es für die Jung-Reporterinnen und - Reporter eine Jause und ein Sackerl mit Geschenken. Dann ging es zurück zur wienXtra-ferienspiel-Aktion "Rein ins Rathaus!". Im Rahmen der Aktion dürfen Kinder eine Woche lang ihre eigene Stadt verwalten, planen und regieren. Die Aktion läuft noch bis einschließlich Samstag.