Wiens weibliche Bezirksvorsteherinnen arbeiten für Frauen

07.03.2017

Anlässlich des morgigen Internationalen Frauentags wollen die weiblichen Bezirksvorsteherinnen in Wien die "starke Vertretung von Frauen sichtbar" machen und Frauen motivieren, sich politisch zu engagieren. Die Bezirksvorsteherinnen Silke Kobald, Ursula Lichtenegger, Veronika Mickel-Göttfert, Martina Malyar und Gabriele Votava haben heute, Dienstag, in einem Pressegespräch betont, dass in Wien zehn von 23 BezirksvorsteherInnen Frauen und 43 Prozent der BezirksrätInnen weiblich seien. "Das ist Spitze", erklärten sie unisono und sahen die gemeinsame Pressekonferenz als "Kick-Off für weitere Zusammenarbeit über Partei- und Bezirksgrenzen hinweg".

Für Bezirksvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert aus der Josefstadt war das Reißverschlusssystem auf Listen wichtig, ebenso Frauen als Vorbilder in der Politik zu haben sowie ein neues Selbstverständnis bei jungen Frauen.

Bezirksvorsteherin Ursula Lichtenegger aus der Leopoldstadt wolle das Bezirksbudget in Richtung "Gender Budgeting" durchforsten und bemängelte, dass es "seit hundert Jahren keine weibliche Benennung von Plätzen oder Straßen im Bezirk" gegeben habe.

Martina Malyar, Bezirksvorsteherin am Alsergrund, wies darauf hin, dass Frauen öfter als Männer zu Fuß unterwegs seien, Verkehrspolitik solle daher stärker auf Frauen fokussiert sein. "Das Wichtigste ist, dass Frauen netzwerken", so Malyar.

Die Bezirksvorsteherin von Hietzing, Silke Kobald, setze auf Frauennetzwerke, etwa für Frauen in der Wirtschaft sowie auf Frauenspaziergänge, um die Sichtbarkeit von Frauen im öffentlichen Raum zu erhöhen.

"Meidling ist der erste Bezirk, der Gender Budgeting durchführt", sagte Bezirksvorsteherin Gabriele Votava. Außerdem würden öffentliche Plätze in ihrem Bezirk ausschließlich nach Frauen benannt - "bis Gleichgewicht herrscht".