Zum Jahreswechsel: Offzieller Startschuss für das Traumazentrum Wien der AUVA

28.12.2017

(GESUNDHEIT) Mit 1. Jänner 2018 fällt der offizielle Startschuss für das Traumazentrum Wien (TZW) der AUVA - der Zusammenführung der UKH-Standorte Meidling und Lorenz-Böhler/Brigittenau unter einem organisatorischen Dach. Das Traumazentrum Wien der AUVA ist mit seinen knapp 300 Betten das größte Zentrum für die traumatologische Versorgung von Unfallopfern in Österreich und nimmt im Bereich der Schwerverletztenbehandlung eine Schlüsselrolle in der Gesundheitsversorgung im Großraum Wien und der gesamten Ostregion ein.

Die AUVA hat mit der organisatorischen Zusammenfühung ihrer Standorte zum neuen "Traumazentrum Wien der Allgemeinen Unfallversicherung" (TZW) ein Exzellenzzentrum für Unfallchirurgie für Wien, Niederösterreich und das Burgenland auf europäischem Spitzen-Niveau geschaffen. "Das TZW mit seinen beiden unfallchirurgischen Standorten Meidling und Lorenz-Böhler/Brigittenau sowie den verbundenen Rehabilitationszentren Meidling Weißer Hof ist untrennbar mit der AUVA und ihrer jahrzehntelangen Erfahrung als erfolgreicher und integrativer Spitals- und Rehabetreiber verbunden", betonte Rudolf Silvan, Vorsitzender der AUVA-Landesstelle Wien, am Donnerstag. "Wien braucht eine hochprofessionelle Versorgung von Unfallpatienten 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche. Die AUVA ist der Garant dafür, dass Patienten vom Moment ihres Unfalles an von der Heilbehandlung über die stationäre Rehabilitation bis hin zur sozialen und berufliche Reintegration die beste Behandlung erhalten. Das alles aus einer Hand, ohne lange Wartezeiten und auf höchstem internationalen Niveau", so Alexander Bernart, Direktor der AUVA-Landesstelle Wien.

Nachdem Lorenz Böhler als Vater der modernen Unfallchirurgie vor über 90 Jahren in Wien das erste weltweit eigenständige Unfallkrankenhaus gegründet hat, versorgt das TZW heute mit 1.000 hochspezialisierten und umfassend ausgebildeten Mitarbeitern jedes zweite Unfallopfer im Großraum Wien. Am Standort Meidling liegt der Schwerpunkt künftig auf Akutversorgung von Polytraumapatienten, der Standort Lorenz Böhler/Brigittenau widmet sich schwerpunktmäßig der rekonstruktiven Chirurgie. Das TZW wird damit zu einem internationalen Vorzeigebeispiel für moderne und nachhaltige Unfallheilbehandlung. Insgesamt werden in den UKH der AUVA österreichweit 370.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr auf höchstem Niveau behandelt, etwa 150.000 davon in den Wiener Häusern.

Neu: Standort-übergreifende Teams

Zusätzlich zu dieser Schwerpunktsetzung gibt es künftig standortübergreifende Spezialteams unter anderem für Wirbelsäule, Hand, Schulter und Knie. Damit ist sichergestellt, dass im TZW 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche ein entsprechender Spezialist zur Verfügung steht. Auch die Vorbereitungen für so genannte Großschadensereignisse, also Katastrophen mit einer Vielzahl von Verletzten, passiert standortübergreifend und in enger Abstimmung mit Partnern wie Polizei, Rettung und Feuerwehr. Damit ist eine effektive und standardisierte Versorgung von Opfern möglicher Großschadensereignisse jederzeit gewährleistet.

Gemeinsam mit dem AKH versorgt das Traumazentrum Wien der AUVA drei Viertel aller Polytraumapatienten - vom Volksschulkind bis zum Pensionisten. Der Standort Meidling bietet hierfür ein eigenes Schockraumkonzept. Nicht nur Wiener, auch Niederösterreicher und Burgenländer profitieren selbstverständlich vom Know-how des Traumazentrums. Gerade nach schwersten Arbeitsunfälle - etwa wenn die Amputation von Gliedmaßen notwendig geworden ist - können die Patienten aufgrund der Spezialisierung auf rekonstruktive Chirurgie von Ärzten am Standort Lorenz Böhler/Brigittenau künftig noch besser betreut werden. Die Möglichkeit zur anschließenden Rehabilitation in den verbundenen Zentren sorgt für zusätzliche Nachhaltigkeit in der Behandlung.

Die medizinischen Spitzenleistungen kann das Team des TZW nicht zuletzt aufgrund der effizienten medizinischen Strukturen, die die AUVA über die letzten Jahrzehnte in ihren Unfallkrankenhäusern geschaffen und kontinuierlich weiterentwickelt hat, leisten. "Über 90 Jahre Erfahrung als Betreiber von hochspezialisierten Krankenhäusern in der Behandlung von Unfallopfern und unser Pioniergeist in der Gesundheitsversorgung ermöglichen es uns, den Ärzten und dem Pflegepersonal den Rücken für ihre Tätigkeiten - eine Unfallheilbehandlung auf höchstem Niveau - frei zu halten. Für diese Qualität steht die AUVA; umso wichtiger ist es, ihre Strukturen zu erhalten", so Silvan.

Traumazentrum Wien der AUVA attraktiver Arbeitgeber

Das Traumazentrum Wien ist darüber hinaus ein wichtiger und attraktiver Arbeitgeber für über 1.000 Mitarbeiter. "Wir schaffen und sichern hochwertige Arbeitsplätze und ermöglichen den Mitarbeitern des Exzellenzzentrums Ausbildung und berufliche Perspektiven von internationalem Top-Format", betont Bernart.

Offizieller Start für das Traumazentrum Wien ist der 1. Januar 2018. Prim. Univ. Prof. Dr. Christian Fialka, wird - neben seiner Leitung des Standorts Meidling mit dem Schwerpunkt Polytraumaversorgung - die ärztliche Leitung des Traumazentrums Wien übernehmen. Stellvertretender Leiter des Traumazentrums Wien wird Prim. Priv.-Doz. Dr. Thomas Hausner, der weiterhin als Standortleiter den Standort Lorenz Böhler führen und den rekonstruktiven Schwerpunkt ausbauen wird.

Über die AUVA:

Bei der AUVA sind über 4,9 Millionen Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben fast zur Gänze aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber und übernimmt dafür die Haftung für Arbeitsunfälle und das Auftreten von Berufskrankheiten. Prävention ist die Kernaufgabe der AUVA, denn Unfallverhütung und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senken die Kosten für die weiteren Kernaufgaben Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern.

Die AUVA betreibt das Traumazentrum Wien, die Unfallkrankenhäuser Graz, Linz, Salzburg, Klagenfurt und Kalwang sowie die Rehabilitationszentren Meidling, Weißer Hof in Niederösterreich, Häring in Tirol und die Rehabilitationsklinik Tobelbad in der Steiermark. In den Einrichtungen der AUVA werden jährlich über 367.000 Patientinnen und Patienten behandelt, davon mehr als 40.000 stationär.