120 zusätzliche ÄrztInnen werden im Wiener Gesundheitsverbund angestellt

v.l.n.r. Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres, Vorsitzende der Hauptgruppe II Susanne Jonak, Vizepräsident der Ärztekammer Wien Wolfgang Weismüller, Bürgermeister Dr. Michael Ludwig, Gesundheitsstadtrat Peter Hacker und Generaldirektorin des Wiener Gesundheitsverbundes Evelyn Kölldorfer-Leitgeb || Copyright C.Jobst/PID
v.l.n.r. Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres, Vorsitzende der Hauptgruppe II Susanne Jonak, Vizepräsident der Ärztekammer Wien Wolfgang Weismüller, Bürgermeister Dr. Michael Ludwig, Gesundheitsstadtrat Peter Hacker und Generaldirektorin des Wiener Gesundheitsverbundes Evelyn Kölldorfer-Leitgeb || Copyright C.Jobst/PID

Insgesamt gelangen 380 neue Stellen ab sofort zur Besetzung - gemeinsames Vorgehen von Gesundheitsverbund, Stadt Wien und Ärztekammer

"Die Stadt Wien hat eines der leistungsfähigsten und besten Gesundheitssysteme weltweit", so Bürgermeister Michael Ludwig. "Gerade in diesem herausfordernden Jahr der COVID-19-Pandemie haben die Wiener Gesundheitseinrichtungen gezeigt, was sie können. Ganz wichtig ist es, dass wir genügend qualifiziertes Personal haben, das für die hohe Qualität der Gesundheitsversorgung der Wiener Bevölkerung verantwortlich ist", unterstreichen Ludwig und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker. Daher wird in den weiteren Aufbau der Personalausstattung der Wiener Städtischen Kliniken investiert. Ludwig erinnerte daran, dass im Herbst 2019 der Wiener Gesundheitsverbund gemeinsam mit der Ärztekammer die Schaffung von 250 neuen Stellen für Ärztinnen und Ärzte sowie in der FachärztInnen-Ausbildung angekündigte. "Wir lösen nun unser Versprechen ein und bringen die erste Tranche von 120 ÄrztInnen-Stellen zur Besetzung", so Ludwig.

"In Wien haben wir es durch diesen Schulterschluss zwischen Gemeinde, Gesundheitsverbund und Ärztekammer geschafft, dass die Gesundheitsversorgung für die wachsende und älter werdende Wiener Bevölkerung auch weiterhin auf dem hohen Niveau erhalten bleibt, das die Wienerinnen und Wiener gewohnt sind und auch verdienen", betonte Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres. "Wir werden den Wiener Gesundheitsverbund auch dabei unterstützen, die nun geschaffenen zusätzlichen Stellen rasch zu besetzen", so Szekeres weiter und "wir begrüßen auch die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze, die in Hinblick auf die künftige Absicherung eines bedarfsorientierten Personalstands dringend notwendig sind."

380 neue Stellen sind erst der Anfang

"Auch in den anderen Berufsgruppen verstärken wir unser Team. Insgesamt haben wir 380 neue Stellen geschaffen, die wir so rasch als möglich besetzen werden. Darunter sind 120 zusätzliche Stellen in der Pflege sowie Stellen in den weiteren Berufsgruppen. Um die Top-Qualität in der Gesundheitsversorgung unserer Patientinnen und Patienten langfristig aufrecht zu erhalten, ist das ein weiterer wichtiger Schritt", ergänzte Evelyn Kölldorfer-Leitgeb, Generaldirektorin des Wiener Gesundheitsverbundes. Der Bedarf an zusätzlichen Stellen wurde auf Basis leistungsorientierter Personalbedarfsberechnungen ermittelt.

"Wir haben bereits im ersten Halbjahr analysiert, in welchen Fächern zusätzliche Ärztinnen und Ärzte am dringendsten benötigt werden, die nun mit entsprechenden Fachärztinnen und -ärzten besetzt werden", sagte Wolfgang Weismüller, Vizepräsident der Ärztekammer Wien. Diesbezüglich haben Kinder- und Jugendpsychiatrie, Anästhesie und Innere Medizin die größten Lücken aufgewiesen. Prinzipiell sind die 120 Akutdienstposten aber quer durch alle Fächer verteilt. Weismüller: "Die restlichen 130 Dienstposten müssen aber ebenfalls rasch besetzt werden, denn zusätzliche Ärztinnen und Ärzte sind essenziell, um die Versorgungsicherheit der Patientinnen und Patienten auch in Hinblick auf eine bevorstehende zweite Corona-Welle zu gewährleisten."

Investition in Ausbildung zur Abdeckung des künftigen Personalbedarfs

Der Wiener Gesundheitsverbund ist der größte Ausbildner sowohl im Bereich der Fachärztinnen und -ärzte, als auch in der Pflege."Wir müssen uns in unserer Personalbedarfsplanung intensiv mit der Altersstruktur unserer Belegschaft auseinandersetzen", sagte Kölldorfer-Leitgeb. "In den kommenden zwei Jahrzehnten wird die Baby Boomer Generation das Pensionsalter erreichen. Um hier vorzusorgen, erhöhen wir auch laufend die Ausbildungsplätze sowohl im Bereich der FachärztInnen-Ausbildung, als auch in der Pflege." Alleine im heurigen Jahr 2020 finanziert der Wiener Gesundheitsverbund 122 Studienplätze am FH Campus Wien, bis 2022 werden es dort 150 sein. An seinen eigenen Studienstandorten Campus Donaustadt, Campus Favoriten und Campus Floridotower stehen insgesamt 1.080 Plätze für den Erwerb des Gesundheits- und Krankenpflegediploms zur Verfügung.

Ärztekammer Wien und Personalvertretung begrüßen zusätzliche Stellen

Die neugeschaffenen Stellen sind auch aus Sicht der Personalvertreterinnen und -vertreter ein wichtiger Schritt für die nachhaltige Absicherung einer bedarfsorientierten Personalausstattung in den Wiener Städtischen Kliniken. In der ersten Tranche der zusätzlichen 380 Stellen kommen unter anderem 120 im Bereich der Pflege sowie 140 in anderen Berufsgruppen zur Besetzung", freut sich Susanne Jonak, Vorsitzende der Hauptgruppe II. "Es ist wichtig, in einer vorausschauenden Personalbedarfsplanung alle Berufsgruppen im Blick zu haben, die für das Funktionieren unserer Kliniken Verantwortung tragen."

Über den Wiener Gesundheitsverbund

Der Wiener Gesundheitsverbund ist Österreichs größter Gesundheitsdienstleister und das Rückgrat des Wiener Gesundheitswesens. In seinen acht Kliniken und neun Pflegehäusern (acht in der Stadt Wien und das Therapiezentrum Ybbs in Niederösterreich) arbeiten rund 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um die Uhr an der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Wiener Bevölkerung. Das Unternehmen ist der wichtigste Ausbildner Wiens im medizinischen und pflegerischen Bereich. In den Kliniken und Pflegehäusern des Wiener Gesundheitsverbundes werden Kranke und Pflegebedürftige unabhängig von ihrem sozialen Status, ihrer Herkunft oder ihrem Einkommen versorgt. Spitzenmedizin nach internationalen Standards und Pflegekonzepte am aktuellen Stand der Wissenschaft sind unser Anspruch.