Strasshof: VERORDNUNG über die Erlassung einer BAUSPERRE

03.04.2019

Bürgermeister Ludwig Deltl und GGR Eva Roula
Bürgermeister Ludwig Deltl und GGR Eva Roula

Im Zuge mehrerer Änderungen des Bebauungsplanes wurde in den letzten Jahren bereits eine Reihe von Veränderungen sowie Beschränkungen vorgenommen. Das Ziel, die mit der Umgebung nicht verträgliche Nachverdichtung zu verhindern, konnte damit aber nicht im gewünschten Umfang erreicht werden, weshalb eine weitere Verschärfung der Bebauungsfestlegungen vorgesehen wird. Der Gemeinderat beschloss deshalb einstimmig in seiner Sitzung vom 21.03.2019, dass in Strasshof eine weitere Bausperre erlassen wird.

Das Ziel der Bausperre ist den Bebauungsplan zu überarbeiten, um eine der Umgebung angepasste und verträgliche Nachverdichtung zu ermöglichen. Eine solche Ausarbeitung nimmt eine gewisse Zeit in Anspruch, bis dahin gilt die in der Verordnung der Bausperre formulierte Einschränkung, dass bei der Schaffung von neuen Bauplätzen, durch Grundstückszusammenlegung oder Grundstücksteilungen, eine Mindestgrundstücksgröße von 601m² festgelegt wurde. Bei der Errichtung mehrerer Wohneinheiten auf einem Grundstück, bzw. in einem Gebäude ist eine Mindestgrundstücksgröße von 601 m² pro Wohneinheit festgelegt worden. Bei einem oder mehreren Einfamilienhäusern auf einem Grundstück muss je Wohneinheit eine Mindestfläche von 601 m² vorhanden sein. Für bestehende Grundstücke unter 601 m² ist auf jeden Fall die Bebauung mit einem Einfamilienhaus zulässig. Das hat zur Folge, dass bei der Errichtung von zwei Wohneinheiten auf einem Grundstück das Grundstück mindesten 1202 m² groß sein muss.

Konkret soll damit die Relation der Anzahl der Wohneinheiten in ein verträgliches Verhältnis zur Grundstücksgröße gebracht werden.

Bauvorhaben die den vorstehend beschriebenen Überlegungen entsprechen, sind auch zukünftig zulässig und genehmigungsfähig.

Mit dieser Bausperre will Bürgermeister Ludwig Deltl verhindern, dass willkürlich in Strasshof Gründe aufgekauft und auf engstem Platz mehrere Wohneinheiten errichtet werden, womit einerseits die umliegenden Anrainer in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt werden und andererseits die Gemeinde Strasshof immer mehr mit den Kosten für die Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur belastet wird. Grundsätzlich möchte Bürgermeister Deltl festhalten, dass er nicht gegen die Schaffung von Wohnraum ist, nur soll es in kontrollierten und geordneten Maßen und Bahnen ablaufen. Ein überhandnehmender Wildwuchs an Doppel- und Reihenhausanlagen, die nur dem Gewinn von Bauträgern dienen, will er damit einen Riegel vorschieben. Sein Motto in dieser Angelegenheit lautet mehr Qualität statt Quantität!