Alte Donau: Stadt Wien startet heute Mäharbeiten der Unterwasserpflanzen

04.03.2019

Erfolgsmodell vom Vorjahr wird fortgesetzt: Auch heuer beste Wasserqualität und Zufriedenheit der Badegäste garantiert

Das letzten Sommer von der Stadt Wien eingeführte Mähmanagement an der Alten Donau wird nach dem Erfolg vom Vorjahr heuer fortgesetzt. Die Stadt Wien hat das System 2018 auf völlig neue Beine gestellt, hat eine wahre "Armada" von wendigen Amphibienbooten eingesetzt, die in einer Tiefe von bis zu 2,5 m die Wasserpflanzen gemäht und rasch eingesammelt haben. "Wir starten jedes Jahr nach Schmelzen der Eisdecke mit der Makrophyten-Mahd und können heuer ganz besonders früh loslegen, um auch für die Badesaison 2019 perfekte Bedingungen zu garantieren. Für die gute Wasserqualität der Alten Donau sind die Wasserpflanzen unerlässlich, für Schwimmer und Bootsfahrer sind sie mitunter lästig. Mit der Umstellung im Vorjahr konnten wir maximale Zufriedenheit der Badegäste erzielen und die hohe Wasserqualität des Naturgewässers sichern", so Umweltstadträtin Ulli Sima. Die einzelnen Mähabschnitte werden seit dem Vorjahr mit Pflanzensperren versehen, um die gemähten Pflanzen rasch einsammeln und abtransportieren zu können.

Rekordsaison 2018 mit 3.350 Tonnen gemähter Pflanzen - neues System funktioniert perfekt

2018 war für die Fachabteilung MA 45 - Wiener Gewässer das intensivste Jahr in der Geschichte des Mähens, sowohl was die Mähmenge als auch die Anzahl der Boote und den Arbeitseinsatz betrifft. Das gesamte Mähmanagement wurde auf neue Beine gestellt. "Bis zu 100 Tonnen Mähgut wurden im Rekordsommer 2018 an manchen Tagen aus der Alten Donau geholt, insgesamt betrug das eingesammelte Mähgut im letzten Sommer 3.350 Tonnen", erinnert Gerald Loew, Abteilungsleiter der MA 45 - Wiener Gewässer an die besonderen Herausforderungen vom Vorjahr, die dank der Umstellung des Systems perfekt bewältigt wurden. Die Wasserpflanzen sind in den letzten Jahren explosionsartig gewachsen. Nur zum Vergleich: 2013 betrug die Entnahmemenge in der gesamten Saison rund 72 Tonnen. 2016 war sie bereits sie auf 2.100 Tonnen angestiegen und im Vorjahr gab es einen neuen Rekord mit 3.350 Tonnen.

Fortsetzung des erfolgreichen Mähmanagements 2019:

Bereits ab Montag, 4. März, sind 13 Amphibienmähboote der Stadt Wien und 3 Sammel-Motorboote auf der gesamten Alten Donau im Einsatz.

  • Die Amphibienmähboote werden sowohl zum Schneiden der Pflanzen als auch zum Sammeln eingesetzt.
  • Dafür werden sie entweder mit 4 m langen Mähwerken oder mit 2,5 m langen Rechen ausgestattet. Begleitet werden sie von den Sammel-Booten, die das Schnittgut an dafür vorgesehenen Sammelstellen am Ufer abladen.
  • Von dort wird das Mähgut abgeholt und zum Kompostwerk Lobau gebracht, wo es zu Bio-Kompost verarbeitet wird und als Guter Grund bei den Wiener Mistplätzen erhältlich ist.
  • Neues Mähkonzept: Die zu mähenden Bereiche werden, abhängig vom Wachstum der Pflanzen, in wöchentlichen Mähplänen festgelegt.
  • Die Bereiche werden mit Pflanzensperren abgesperrt, alle Mäh- und Sammelboote sind dort gleichzeitig im Einsatz. Dank der Sperren kann das Schnittgut gut eingesammelt werden und wird nicht vom Wellengang abgetrieben.
  • Rodungen mit TaucherInnen: Der Einsatz von Taucherinnen und Tauchern für die Feinarbeiten am Ufer und in den Stegbereichen wird ebenfalls gleich gestartet
  • Auf bewährte Weise führen GewässerbiologInnen begleitend Echolot-Sondierungen in der Alten Donau durch. Dabei werden die Unterwasserpflanzen mittels Schallwellen geortet. Die ersten Messungen erfolgten bereits im Jänner 2019 und werden in der Hauptsaison wöchentlich fortgeführt. Auf Basis der gesammelten Daten können genaue digitale Mähpläne erstellt werden.
  • Die Mähboote sind mit GPS, Computern und dazugehöriger Spezialsoftware ausgestattet. So können die ausgewiesenen Mähbereiche exakt abgearbeitet werden. Niederwüchsige Characeen-Arten sollen langfristig den Platz der hochwüchsigen Arten einnehmen. Seit 2017 gibt es eine Versuchsfläche an der Unteren Alten Donau bei der Strombucht. Der Bereich wurde abgetrennt, damit sich die Pflanzen ungestört und frei von hungrigen Fischen entwickeln können. Die neuen Arten auf dem Gewässergrund entwickeln sich sehr gut.
  • In wenig genutzten ufernahen Zonen werden mehrere Schonzonen geschaffen. Mähfreie Schonzonen sind als Ausgleich für die stark gemähten Flächen wichtig, zudem dienen sie den Fischen als Laichplätze und Rückzugsgebiet

Informationen zu Wasserqualität und Mähmanagement: www.wien.gv.at/umwelt/gewaesser/alte-donau/wasserqualitaet/