Brand im „Donauzentrum“: Alarmstufe 4 für Berufsfeuerwehr Wien

09.03.2019

Keine Verletzten; Rauchsäule weit über Wien sichtbar; Brandursache unklar; Brand seit 13.15 Uhr unter Kontrolle

Ein Großeinsatz im 22. Bezirk beschäftigt die Berufsfeuerwehr Wien (MA 68) heute, Samstag, seit den frühen Morgenstunden. Gegen 6.40 Uhr wurde die Feuerwehr ins Einkaufszentrum "Donauzentrum" gerufen - im nordwestlich gelegenen Gebäude (Ecke Wagramer Straße - Siebeckstraße) wurden Flammen und Rauch gemeldet. Das Bekämpfen des Brands in der Dachkonstruktion gestaltete sich schwierig, worauf die Berufsfeuerwehr letztlich Alarmstufe 4 ausrief. So rückten vier Löschbereitschaften aus verschiedenen Feuerwachen an; insgesamt mehr als 200 Einsatzkräfte und 60 Fahrzeuge - darunter drei Drehleiterfahrzeuge und zwei Teleskopmastbühnen - kamen zum und sind im Einsatz. Die Ursache für den Brand ist laut Feuerwehr bislang unklar.

Verletzte gibt es laut Auskunft der Wiener Berufsrettung (MA 70) keine. Weil die Flammen in den Morgenstunden ausbrachen, als das Einkaufszentrum noch geschlossen hatte, befand sich niemand im unmittelbaren Gefahrenbereich. Ein nahegelegenes Hotel wurde vorsorglich evakuiert. Die Hotelgäste blieben laut Rettung unversehrt und wurden in umliegende Unterkünfte gebracht.

Für die Wiener Berufsfeuerwehr war und ist die Brandbekämpfung aus mehreren Gründen schwierig. Die Flammenherde befinden sich unter einer Blechdach-Konstruktion - das heiße Metall wurde zum Wärmeleiter und beschleunigte das Ausbreiten des Feuers. Ausgestattet mit Atemschutz und Motorensägen, musste zuerst die doppelte Blechhaut des Daches an mehreren Stellen aufgeschnitten werden, bevor die Einsatzkräfte auf Teleskopmastbühnen von oben löschen konnten.

Weil das Einkaufszentrum derzeit umgebaut wird, befanden sich auch mehrere Gasflaschen in der Gefahrenzone. Diese wurden von den Expertinnen und Experten der Berufsfeuerwehr genauso in Sicherheit gebracht wie jene Blut-Beutel eines ansässigen Plasma-Instituts, deren Kühlung durch die Hitzeentwicklung nicht mehr sichergestellt war.

Für die Dauer des Einsatzes führen die Wiener Linien ihre Öffis kurz bzw. leiten sie um. Der KFZ-Verkehr wird von der Polizei örtlich umgeleitet.