„Eine pornografische Beziehung“ 

11.03.2019

K. Stemberger& A. Patton in „Eine pornografische Beziehung“  © Lalo Jodlbauer
K. Stemberger& A. Patton in „Eine pornografische Beziehung“ © Lalo Jodlbauer

Beziehungskomödie von Philippe Blasband

mit Katharina Stemberger und Andreas Patton, Regie Hans-Peter Kellner

Premiere am 21. März 2019 im Theater Akzent

Folgevorstellungen am 9. April 2019 und im August 2019 beim HIN & WEG Theaterfestival 2019, weitere Termine in Planung

Eine einfühlsame, zart-bittere Liebesgeschichte über Sehnsüchte und das Unerwartete, bezaubernd und voller Humor.

Zum Stück
Der belgische Komödien-Autor Philippe Blasband hat mit "Eine pornografische Beziehung" ein Stück geschaffen, das die Vielschichtigkeit von Geschlechterbeziehungen einfühlsam freilegt. Dem expliziten Titel zum Trotz nähert sich Blasband dem Thema durchaus behutsam: Ein Mann und eine Frau erinnern sich - viele Jahre danach - an eine Episode ihres Lebens, in der sie eine wilde, zunächst rein körperliche Beziehung miteinander hatten. Jede Woche, immer am selben Ort, zur selben Stunde trafen sie sich, um ihre sexuellen Phantasmen und Obsessionen auszuleben. Was genau passiert, wird jedoch der Phantasie der Zuschauer überlassen. Zur Vereinbarung der beiden gehörte, nichts voneinander zu wissen, weder ihre Namen, noch etwas vom Leben des Anderen. Schnell jedoch wurden sie füreinander unentbehrlich. Auf dem Höhepunkt ihrer anonym verlaufenden Beziehung, die doch zugleich immer mehr an Tiefe gewann, ergab es sich, dass sie sich trennten.
Jetzt, Jahre danach, lassen Er und Sie diese Beziehung wieder Revue passieren, einmal jeder für sich allein mit all den Unschärfen der Erinnerung, die die Zeit mit sich bringt, einmal zusammen, wie vereint durch die gemeinsame Rückschau auf das Erlebte. Die unterschiedlichen Versionen sorgen immer wieder für amüsante Momente: Sie hatte die entscheidende Kontaktanzeige nach eigener Aussage im Internet gefunden, er hingegen erinnert sich, sie in einem Sexmagazin gelesen zu haben; für sie dauerte die Beziehung drei bis vier Monate, für ihn sechs - und ähnlich weiter. Aber wie auch immer diese Erinnerung ist, die der eine oder die andere in sich bewahrt, sie zeugt - auch wenn das unwahrscheinlich klingt - von der Zärtlichkeit, der Zartheit und auch dem Humor ihrer Beziehung, die diese Jahre überdauert haben . . .
"Une liaison pornographique" / "Eine pornografische Beziehung" entstand 1999 und wurde mit Nathalie Baye und Sergi López in den Hauptrollen von Frédéric Fonteyne verfilmt. Für ihre Rolle als "Sie" erhielt Baye bei den Filmfestspielen von Venedig im gleichen Jahr die Auszeichnung als beste Schauspielerin.

Philippe Blasband wurde 1964 in Teheran in eine international geprägte Familie geboren: Die Mutter stammt aus dem Iran, sein Vater ist Belgier mit jüdisch-polnisch-österreichischen Wurzeln. Blasband lebte in England, in den USA, in Belgien und im Iran, bevor er infolge der Revolution in Persien 1979 nach Belgien übersiedelte. Mit 18 Jahren verbachte er zudem zehn Monate in Israel. Am INSAS (Institut National Supérieur des Arts du Spectacle et des Techniques de Diffusion), der belgischen Hochschule für Schauspielkunst und Filmtechnik, lernte er Filmschnitt, ist seitdem aber vor allem als Schriftsteller, Dramatiker, Drehbuchautor und Theaterregisseur tätig. Blasband ist mit der belgisch-türkischen Schauspielerin Aylin Yay verheiratet und hat mit ihr zwei Söhne. Yay wurde u. a. 2001 für ihre Rolle der "Eva" in "Thomas est amoureux" beim Filmfestival in Paris als beste Darstellerin ausgezeichnet und war im selben Jahr "Shooting Star" bei der Berlinale.
Nach ersten Arbeiten für Kurzfilme verfasste Philippe Blasband bisher über 20 Drehbücher für Spielfilme, darunter 1999 "Une liaison pornographique / Eine pornografische Beziehung"; 2000 "Thomas est amoureux / Thomas ist verliebt", der mit Preisen diverser Festivals ausgezeichnet wurde; 2003 "le Tango des Rashevski / Der Tango der Raschevskis" oder 2012 "Tango Libre", in Venedig mit einem Spezialpreis honoriert. Von seinen sechs Romanen wurden "Max et Minnie / Max und Minnie" (1996) und "Le Livre des Rabinovitch / Zalmans Album" (1998) ins Deutsche übersetzt. Die Produktionsliste seiner bisher 24 Theaterstücke, zum überwiegenden Teil Komödien, weist ihn als einen viel gespielten, im französischen Sprachraum höchst erfolgreichen Dramatiker aus, der immer wieder auch übersetzt wurde, u. a. ins Italienische, Spanische, Türkische und diverse andere Sprachen. Trotz seiner großen Erfolge im französischsprachigen Raum ist bisher jedoch nur "Eine pornografische Beziehung" ins Deutsche übersetzt.

Kurzinformationen Titel: "Eine pornografische Beziehung" Beziehungskomödie von Philippe Blasband

Aus dem Französischen von Annette und Paul Bäcker

Aufführungstermine: Premiere am 21. März 2019, 19.30 Uhr im Theater Akzent,

9. April, 19.30 Uhr, Theater Akzent August 2019, HIN & WEG Theaterfestival, Litschau

Weitere Spieltermine in Vorbereitung Besetzung: "Sie" - Katharina Stemberger "Er" - Andreas Patton Regie: Hans-Peter Kellner Eine Produktion von "HIN & WEG ON TOUR" und den "Juggernauten" Karten: Karten ab Euro 18,00 unter www.akzent.at, Tel: 01/501 65-13306
Pressekontakt:Beate Scholz HIN & WEG ON TOUR: scholz@content-event.at www.content-event.atTel.: +43 (0)1 310 60 42, mobil: + 43 (0)699 190 383 92