5 Jahre für Floridsdorf – Georg Papai 5 Jahre Bezirksvorsteher

19.03.2019

Bezirksvorsteher Georg Papai ist nun mehr seit 5 Jahren im Amt, Grund genug mit dem Floridsdorfer Bezirksvorsteher über die letzten 5 Jahre, aber auch über die anstehenden Projekte zu sprechen.

TV21: Herr Bezirksvorsteher Papai, Sie sind jetzt seit 5 Jahren Bezirksvorsteher, was macht Floridsdorf aus?

GP: Floridsdorf ist ein wunderbarer Bezirk zum Wohlfühlen - mit der Infrastruktur einer Weltmetropole und trotzdem viel dörflicher Identität. Die Floridsdorferinnen und Floridsdorfer sind zu Recht stolz auf ihren Bezirk! Unsere Naherholungsgebiete, unsere Heurigenkultur und das Forschungs- und Technologie-Zentrum rund um die Siemensstraße sind weit über die Bezirksgrenzen bekannt und beliebt.

TV21: Haben Sie sich die Aufgaben als Bezirksvorsteher so vorgestellt?

GP: Bezirksvorsteher von Floridsdorf zu sein, ist die schönste politische Aufgabe, die ich mir vorstellen kann. In vielen persönlichen Gesprächen Ideen, Hinweise, Sorgen und Wünsche aufzunehmen und diese abzuarbeiten, Menschen zu unterstützen und zu helfen aber auch große Visionen für Floridsdorf zu erarbeiten, und gemeinsam mit vielen Akteurinnen und Akteure im Team umzusetzen ist eine Freude. Es lohnt sich dafür zu arbeiten, dass es den Floridsdorferinnen und Floridsdorfern besser geht und Floridsdorf ein Bezirk mit Chancen für alle bleibt und in Zukunft noch stärker wird.

TV21: Was waren die größten Erfolge in den letzten 5 Jahren?

GP: Hier gibt es eine Vielzahl von Projekten. Neue Impulse im Bezirkszentrum, jedes Jahr ein neuer Park, eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, Verbesserungen für den Wirtschaftsstandort Floridsdorf und damit neue Arbeitsplätze, rund ein Drittel der Floridsdorfer Bezirksfläche wurde zum Landschaftsschutzgebiet erklärt, und unbürokratische Bezirksvorstehersprechstunden im Gasthaus, Parkanlagen und Würstelständen. Dadurch kenn ich auch die Wünsche und Sorgen der Bezirksbewohnerinnen und Bezirksbewohner. Mir ist es wichtig, nicht nur Floridsdorf für die Menschen zu verbessern, sondern Floridsdorf mit den Menschen zu verbessern und weiterzuentwickeln. Deshalb gibt es die Möglichkeit für alle, Ihre Vorschläge und Wünsche zum Bezirksbudget einzubringen. Daraus entstehen dann die nächsten 21 Projekte für den Bezirk.

TV21: Was sind die größten Herausforderungen?

GP: Darauf zu schauen, dass es keine zwei Geschwindigkeiten gibt und die Infrastruktur in allen Bereichen für die Menschen mitwächst. Viele Menschen sind auch durch die Neubautätigkeit verunsichert. Dass Wien aber um rund 20 bis 25 Prozent günstigere Mieten hat, liegt am geförderten Wohnbau und der Tatsache, dass das Angebot und die Nachfrage halbwegs in der Wage sind. Jede Woche kommen junge Familien zu mir und bitten um Hilfe, bei der Suche nach gefördertem Wohnbau. Um auch klar zu sagen so weit und nicht weiter, haben wir 2016 ein Drittel der Bezirksfläche zum Landschaftsschutzgebiet erklärt und damit nachhaltig unter Schutz gestellt.

TV21: Sie haben es schon erwähnt, Sie haben vor kurzem 21 Projekte präsentiert.

GP: Die Initiative für 21 Projekte für den 21. Bezirk kommt aus der Überlegung die Floridsdorfer Aktivitäten aus dem Bezirksbudget für alle transparent und nachvollziehbar darzustellen. Schon in der Vergangenheit haben wir in FLORIDSDORF bei der Budgeterstellung alle Fraktionen gut eingebunden - mit diesem Projekt gelingt es jetzt alle Floridsdorferinnen und Floridsdorfer einzubinden. Wir bewegen Floridsdorf und machen unseren Bezirk zukunftsfit. Besonders freut es mich, dass alle Fraktionen hier gemeinsam an einem Strang ziehen. Denn Menschen ist es oft nicht wichtig, woher die Idee kommt. Wichtig ist, dass wir sie in Floridsdorf umsetzen und das kann ich allen versprechen, ich setze um!


TV21: Welche 21 Projekte gibt es für FLORIDSDORF?
GP: Eine Generalsanierung des Karl-Seidl Parks am Leopoldauer Platz. Durch dieses Projekt wird eine neue Parkanlage errichtet und der Leopoldauer Ortskern gestärkt. Wir stärken den Wirtschaftsstandort FLORIDSDORF indem wir dem Industriegebiet Strebersdorf ein eigenes CI geben und dieses auch sichtbar machen. Hier stehen wir natürlich in direkter Konkurrenz zum Umland. Wir stärken unseren Schlingermarkt durch ein Feuerwerk an Impulsen. So sanieren wir die öffentliche WC Anlage, organisieren die Müllsammelstelle durch einen Neubau modern, die Stadt errichtet eine Problemstoffsammelstelle und wir gestalten einen neuen Vorplatz an der Brünner Straße als neues Tor zum Schlingermarkt.


TV21: Sie haben es erwähnt, Arbeitsplätze schaffen ist ein wichtiges Thema, kann hier der Bezirk überhaupt was verbessern:

GP: Wir bemühen uns den Wirtschaftsstandort FLORIDSDORF zu stärken, auch durch eine gemeinsame Kraftanstrengung in der Bezirkspolitik. Ein eigener Quartiersmanager verbessert die Rahmenbedingungen für Floridsdorfer Betriebe. Wir finanzieren über die MA 48 ein Arbeitsmarktprojekt für Langzeitarbeitslose und leisten damit einen wichtigen Beitrag, Menschen wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren. Die entscheidenden Schritte passieren hier aber in der Stadtpolitik. Ich würde mir wünschen, dass der Faktor Arbeit weniger besteuert wird - durch Vermögenssteuern könnte das leicht gegenfinanziert werden. Leider ist das mit der derzeitigen Bundesregierung nicht möglich.

TV21: Was sind derzeit die wichtigsten Projekte abseits der 21. Projekte.

Wir arbeiten gerade an Projekten, welche den Grünraum und Naherholungsbereich in Floridsdorf verbessern. Das große Visionsprojekt ist der Regionalpark Drei Anger eine Grünraumspange von Stammersdorf über Gerasdorf bis zum Norbert-Scheed-Wald in der Donaustadt. Das ganz konkrete Umsetzungsprojekt 2019 ist eine zusätzliche Mikrogrünraumversorgung im Mengergassenviertel. Eine Verbesserung bei den öffentlichen Verkehrsmitteln ist auch gerade ein wichtiges Arbeitspaket. Im April wird ja eine neue Autobuslinie den Betrieb aufnehmen, im Bezirk habe ich eine Arbeitsgruppe zum Thema öffentlicher Verkehr initiiert um weitere Verbesserungen zu erarbeiten.

TV21: Was wird die Zukunft für Floridsdorf bringen?

Ich werde gemeinsam mit meinem Team daran arbeiten, dass Floridsdorf der familienfreundlichste Bezirk Wiens wird. Dazu werde ich viele Arbeitspakete für die nächsten Jahre planen und umsetzen!

TV21: Recht herzlichen Dank für das Gespräch und wir wünschen viele Erfolg beim Umsetzten der Projekte für eine lebenswertes Floridsdorf.