Ab in die Alte Donau: Top Wasserqualität lädt zum Badespaß im Naturparadies

30.04.2018

Mähmanagement der Wasserpflanzen auf neue Beine gestellt - Tiefenmahd und kleine, wendige Boote

Mit 20,9 Grad Wassertemperatur und Top-Wasserqualität lädt die Alte Donau bereits an diesen frühsommerlichen Tagen zum Baden ein. Die gute Qualität verdankt das Gewässer im Herzen der Millionenstadt den Wasserpflanzen, den sogenannten Makrophyten.

Die Stadt Wien hat das Mähmanagement der Wasserpflanzen heuer auf völlig neue Beine gestellt. Die Makrophyten werden mit kleinen, wendigen Booten in einer Tiefe von 2,5 m gemäht. Bereits im April erfolgte am gesamten linken Ufer eine 100 m breite Tiefenmahd. Letzten Samstag haben Taucherinnen und Taucher beim Unterwasser-Gärtnern geholfen und mit Handsicheln gegenüber der Liegewiese am "ArbeiterInnenstrand" gemäht.

"Danke an alle, die mithelfen, die Wasserqualität in so gutem Zustand zu erhalten. Die Qualität des Wassers an der Alten Donau ist mit jener der schönsten Badeseen Österreichs vergleichbar. Das ist kein Zufall, sondern konsequente Arbeit eines ausgeklügelten Pflege- und Mähmanagements der Stadt Wien, das wir nun weiterentwickelt haben. Für die Saison 2018 haben wir - aufbauend aus den positiven Erfahrungen vom Vorjahr - daher ein umfassendes Paket an neuen Maßnahmen geschnürt", erläutert Sima. Zentral dabei ist der großflächige Einsatz völlig neuer, kleiner, wendiger Boote und die bereits Anfang April gestartete Tiefenmahd in der Uferzone.

Die Maßnahmen im Überblick:

- Gemäht wird heuer nicht mehr mit großen Mähbooten, sondern mit kleinen, sehr wendigen "Amphibienbooten" - es sind jeweils ein Mähboot und ein Sammelboot als eine gemeinsame Einheit unterwegs:
- Die Stadt mäht mit zwei Mähbooten und zwei Sammelbooten in der Oberen Alten Donau, in der Unteren Alten Donau übernimmt ein Vertragspartner der Stadt die Mäharbeiten.
- Insgesamt sind während der Saison 8 Boote im Einsatz.
- Mähboote sind mit 4 m langen Mäharmen ausgestattet.
- Gesammelt wird das Mähgut mit neuen Sammelbooten mit 2,5 m langen Greifarmen.
- Sammeln des Mähguts viel effizienter als bisher.
- Die Boote können GPS-gesteuert in überlappenden Bahnen mähen.
- Dies ergibt durchgehend freigemähte Flächen.
- Genaue Zonierung: prioritär wird entlang der Uferzonen gemäht, dort wo die Badegäste und Bootsfahrer unterwegs sind.
- Tiefenmahd: Auf einem bis zu 100 Meter breiten Streifen entlang des gesamten linken Ufers erfolgte im April eine sogenannte Tiefenmahd, bei der die Pflanzen knapp über dem Gewässergrund, also bei 2,5 m, geschnitten werden.
- Im Vorjahr war mit dem Pilotprojekt Tiefenmahd rund 10 Wochen kein Mähvorgang mehr nötig!
- Nach Abschluss dieser Tiefenmahd entlang der Ufer ab Mai regulärer Mähbetrieb
- Pflanzen-Rodungen mit Schleppsensen: Bereits im Herbst 2017 wurden in ausgewählten Bereichen der Oberen und Unteren Alten Donau nach der Tiefenmahd die Pflanzenreste mit Schleppsensen gerodet. Dies erfolgte insgesamt auf einer Fläche von rund 10 % der Alten Donau im Bereich zwischen U-Bahn-Brücke und Gänsehäufel.

- Rodungen mit TaucherInnen: Erstmalig erfolgte eine "Mähaktion" mit TaucherInnen, die im Bereich des ArbeiterInnenstrandes händisch "mähten".
- Niederwüchsige Characeen-Arten sollen langfristig den Platz der hochwüchsigen Arten einnehmen.
- In wenig genutzten ufernahen Zonen wurden in den letzten Jahren mehrere Schonzonen geschaffen, in denen die Unterwasserpflanzen nicht gemäht werden. Dies dient als Ausgleich zu den intensiven Mäharbeiten.
- Kostenloser Verleih von Mäh-Balken - sogenannten Gehr-Balken - an ansässige Betriebe und Vereine für Mäharbeiten zwischen Steganlagen.

Informationen zu Wasserqualität und Mähmanagement: www.gewaesser.wien.at

Informationen zum EU-Projekt LIFE+ Alte Donau: www.life-altedonau.wien.at