Alfred Schmeller: Das Museum als Unruheherd | Kultur | VIDEO

Die neue Ausstellung im mumok ist ab 27. September zu sehen

Das mumok hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Sammlungspolitik des Hauses seit seiner Entstehung aufzuarbeiten und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nach Ausstellungen zu Werner Hofmann, dem Wiener Aktionismus und den Sammlungspräsentationen Wolfgang Hahn sowie Peter und Irene Ludwig, widmet sich die aktuelle Ausstellung der Direktionsära von Alfred Schmeller (1969 bis 1979). Schmellers Tätigkeit lässt sich am besten mit seiner Vision eines "Museums als Unruheheherd" charakterisieren. Sein großes Interesse galt Neuinterpretationen des Surrealismus, neben der österreichischen Gruppe Wirklichkeiten sammelte er auch Werke der Chicago Imagists - einer amerikanischen Künstler_innengruppe der 1970er-Jahre, die eine subversive, knallbunte Kunst abseits des Mainstreams produzierte.

Schmellers herausragendes Verdienst war die Öffnung des Hauses auf eine damals äußerst unkonventionelle Weise: Neben der bildenden Kunst zeigte er Architektur- und Designausstellungen, unterstützte Konzerte österreichischer Musiker und legte den Grundstein für eine moderne Kunstvermittlung. Neben der Dokumentation der bedeutendsten Ausstellungen Alfred Schmellers und der Präsentation wichtiger Ankäufe wird Riesenbillard als zentrales Element der Ausstellung rekonstruiert - Benutzung ausdrücklich erwünscht.

Die Ausstellung wird am Donnerstag, 26. September ab 19 Uhr bei freiem Eintritt feierlich eröffnet.