Alte Donau: Stadt Wien verdoppelt Kapazitäten beim Wasserpflanzen-Mähen

31.05.2018

Unmittelbar nach dem Schmelzen der Eisdecke Ende März hat die Stadt Wien mit dem Mähen der Wasserpflanzen in der Alten Donau begonnen. Diese Pflanzen, die sogenannten Makropphyten, sind für die so gute Wasserqualität des Gewässers notwendig. Sie sind in den letzten Jahren stark gewachsen und vermehren sich auch heuer explosionsartig. So wurde an einer Stelle in der Alten Donau ein Wachstum von zwei Metern in nur 4 Wochen in der Echolot Messung der MA45 gemessen. Alle 14 Tage wird die gesamte Alte Donau mit einem Mess-Boot befahren und via Echo-Lot die Wasserpflanzen vermessen. Die Stadt Wien hat ihre Kapazitäten daher verdoppelt. Es sind insgesamt 17 Boote im Dauereinsatz. Gemäht wird mit kleinen, wendigen Amphibienbooten in einer Tiefe von 2,5 m. Die große Mähtiefe ist entscheidend da ein mähen "weiter oben" das Wachstum nur noch weiter befeuert. "Wir schneiden die Pflanzen heuer nahezu am Ansatz weg, das bremst das künftige Wachstum ein wenig", so MA45-Chef Gerald Loew. Das Mähgut wird umgegehend eingesammelt und zum Kompostwerk Lobau gebracht. Die Mitarbeiter sind sieben Tage im Einsatz und mähen die Alte Donau systematisch durch. Trotz des kalten Winters und einer intensiven Nach-Mahd im Oktober war aber bereits im März mit dem Abschmelzen der Eisdecke die Alte Donau flächendeckend sehr hoch bewachsen. Nach den "schwachen" Makrophyten Wachstums-Jahren rund um das Jahr 2008 erleben wir seit rund drei Jahren wieder ein exponentielles explosionsartiges Wachstum.