Antonín Dvořák - Symphonie Nr.8in G-Durop.8

28.05.2019

Dvořák schrieb die Sinfonie 1889 anlässlich seiner, wie er auf dem Titelblatt der Partitur vermerkte, »Aufnahme in die Böhmische Kaiser-Franz-Joseph-Akademie für Wissenschaft, Literatur und Kunst«. Zur düsteren Stimmung der7. SinfonieDvořáks bildet die 8. Sinfonie einen gelösten, lyrischen Kontrast. Bei der Komposition, mit der sich Dvořák zum Ziel setzte,»ein von meinen anderen Symphonien verschiedenes Werk zu schreiben, mit individuellen, in neuer Weise ausgearbeiteten Gedanken«, ließ er sich von der Landschaft beiVysoká u Příbramě, seinem Sommersitz, inspirieren. Die Uraufführung fand am 2. Februar 1890inPragunter der Leitung des Komponisten selbst statt.1. Satz: Allegro con brioDer erste Satz wird von einem choralartigen g-moll-Thema inVioloncello, Klarinette undFagotteingeleitet, das im Verlauf des Satzes noch weitere Male jeweils zu Beginn vonExposition,DurchführungundReprisewiederholt wird. Das eigentliche pastorale Hauptthema steht in G-Dur und wird von der Flöte vorgetragen. Nach einer Steigerung des Themas durch das Orchester folgt das Seitenthema. Vor der Durchführung wird das g-moll-Thema wiederholt, welches vor der Reprise in der Trompete erklingt. Zu Beginn der Reprise erklingt wieder das G-Dur-Thema in den Holzbläsern und endet in Moll.2. Satz: AdagioDer zweite Satz ist ein rhapsodieartiges Adagio in c-moll und 2/4-Takt und vonPjotr Iljitsch Tschaikowskibeeinflusst, mit dem sich Dvořák kurz vorher befreundet hatte. Er beginnt melancholisch, wird aber von einer, einem Vogelruf ähnlichen Quarte in der Flöte fortgesetzt. Die Fortführung des melancholischen Anfangs in der tiefen Klarinette wechselt sich im weiteren Verlauf mit der Quarte ab. Im Mittelteil des Satzes folgt ein weit ausholendes C-Dur-Thema, das von der Solovioline aufgegriffen wird. Der Satz ist von einem Nebeneinander vonHell und Dunkel geprägt, C-Dur und c-Moll wechseln sich ab