Austria Center Vienna wird modernisiert

15.03.2018

Das Austria Center Vienna in der Donaustadt wird umgebaut und erweitert. Ein neues Zugangsgebäude am Bruno-Kreisky-Platz 1 mit einem Skywalk und drei weiteren Eingängen ermöglicht die gleichzeitige Nutzung der unterschiedlichen Ebenen. Außerdem erhält der Vorplatz mit dem "Donausegel" eine attraktive Überdachung - bis 2022 entstehen hier ein neuer städtischer Begegnungsraum und 4.200 m2 zusätzliche Veranstaltungsfläche, die offen oder geschlossen genutzt werden kann.

Kongress-Standort Wien bleibt wettbewerbsfähig

"Der Kongresstourismus - und das Austria Center Vienna als größtes Kongresszentrum Wiens und Österreichs - ist ein ganz wichtiger Baustein im Tourismuskonzept der Stadt Wien, der jedes Jahr 20.000 Arbeitsplätze in Wien sichert und über eine Milliarde Euro Wertschöpfung generiert. Die Stadt beteiligt sich mit 35 % an den Baukosten - auch das ist ein klares und deutliches Bekenntnis zum Tagungsstandort Wien. Damit schaffen wir eine Win-Win-Situation für die Stadt, die Kundinnen und Kunden und die Wienerinnen und Wiener", betont Wiens Finanzstadträtin und Präsidentin des Wien Tourismus Renate Brauner.

Die Stadt Wien liegt hinter Paris weltweit auf dem 2. Platz, was die Anzahl der internationalen Kongresse angeht. Die zahlreichen Veranstaltungen stellen für den Bund und die Stadt Wien mit jährlich über 450 Mio. EUR Wertschöpfung - alleine durch das Austria Center Vienna - einen großen Wirtschaftsfaktor dar. Der internationale Wettbewerb ist derzeit besonders dynamisch, Konkurrenten wie Barcelona, Paris, Berlin und auch Amsterdam haben in den vergangenen Jahren massiv in Kongresszentren investiert. Um das Austria Center noch weiter auslasten zu können und durch zusätzliche Veranstaltungsflächen international konkurrenzfähig zu bleiben, wurde im vergangenen Jahr ein Wettbewerb zur Modernisierung ausgerufen.

Eine Jury bestehend aus Architekten, Behördenvertretern, Kongress- und Tourismusexperten sowie Eigentümervertretern kürte aus den eingegangenen Wettbewerbsbeiträgen die Einreichung der österreichischen ARGE Dietrich I Untertrifaller sowie Vasko und Partner zum Siegerprojekt.

Bessere Erschließung des Hauses und Aufwertung des Umfelds

Ein vorgesetztes Zugangsgebäude mit nunmehr vier Eingängen ermöglicht die separate Begehung von vier Ebenen und bietet gleichzeitig kurze Verbindungswege innerhalb des Hauses und in die Ausstellungshallen. Gerade für kleinere Veranstaltungen, wie etwa nationale kulturelle Veranstaltungen ist die rasche Erreichbarkeit vom Vorplatz aus eine wesentliche Aufwertung. Eine moderne verglaste Außengalerie sorgt für viel Lichteinfall, die bestehenden Terrassen, insbesondere auf den oberen Ebenen werden attraktiviert und erweitert. Teilbereiche des Daches des Zugangsgebäudes werden außerdem extensiv begrünt.

Überdachung des Vorplatzes als neues "Landmark"

Der Vorplatz erhält eine teilweise transparente Überdachung - das neue "Donausegel". Dieses gibt dem bisher leeren und meist ungenutzten Platz eine Struktur - dieser wird dadurch zum Aufenthaltsort. An rund zwei Monaten im Jahr wird der Raum unter dem "Donausegel" zu einer multifunktionalen Halle geschlossen, die für Veranstaltungen und Kongresse genutzt werden kann. Für das restliche Jahr bestehen zahlreiche Möglichkeiten zur Nutzung als Aufenthaltsort, Treffpunkt oder Kulturfläche. Das Kongresszentrum möchte die Anrainer im Laufe des kommenden Jahres einladen, ihre Wünsche und Vorstellungen in Form eines Ideenwettbewerbs einzubringen.

Umbau bei laufendem Betrieb

Die baulichen Maßnahmen finden teilweise bei laufendem Betrieb statt, hierbei wird das Austria Center Vienna besonderes Augenmerk auf die reibungslose Abstimmung zwischen Veranstaltungen und Bauphasen legen. Der Start des Umbaus ist für April 2019 geplant, das "Donausegel" soll bereits im März 2020 stehen. Die Fertigstellung des Gesamtprojektes ist im Frühjahr 2022 vorgesehen. Die Gesamtkosten für den Umbau belaufen sich auf 32 Mio. EUR, davon werden 65% durch den Eigentümer, die Republik Österreich, und 35% von der Stadt Wien getragen.