Bürgermeister Michael Ludwig: Erhalt des WUK durch Generalsanierung in schwierigen Zeiten auf Schiene

Lösung mit Mietvertrag und umfassender Sanierung wird planmäßig im kommenden Wohnbauausschuss beschlossen

Das Wiener WUK hat sich seit seiner Gründung vor knapp 40 Jahren zu einem vielseitigen und international anerkannten Kulturzentrum entwickelt, das vielen WienerInnen längst als Institution gilt. Doch das 1855 erbaute Werkstätten- und Kulturhaus (WUK) ist in die Jahre gekommen, das Areal in der Währinger Straße im 9. Bezirk braucht eine Generalüberholung.

Das WUK-Gebäude wurde 1988 vom Bund an die Stadt Wien übertragen (dem WUK-Verein war aber bereits zuvor vom Bund ein unentgeltliches Nutzungsrecht eingeräumt worden). Nun hat die Stadt mit finanzieller Unterstützung der Geschäftsgruppen der StadträtInnen Kathrin Gaál, Peter Hanke und Veronica Kaup-Hasler eine Lösung mit Mietvertrag gefunden und ein Paket für eine umfassende Sanierung geschnürt, das planmäßig im kommenden Wohnbauausschuss beschlossen wird.

"Das Wiener WUK zählt heute zu den größten und vielseitigsten Kulturzentren Europas und die Stadt Wien hat großes Interesse, diese Wiener Institution zu erhalten - gerade auch in Zeiten, die für viele Kultureinrichtungen sehr schwierig sind. Die Stadt hat daher ein Paket zur Sanierung des WUK geschnürt, das die Substanz des Gebäudes nachhaltig sichert, aber auch Rechte und Pflichten zwischen der Stadt und dem WUK-Verein klar regelt. Damit folgen wir auch der Empfehlung des Stadtrechnungshofes", so Bürgermeister Michael Ludwig.

"Das vor 165 Jahren als Lokomotiv- und Maschinenfabrik erbaute und nun denkmalgeschützte WUK-Gebäude ist heute ein Teil der Wiener Kulturgeschichte. Viele Wienerinnen und Wiener verbinden mit dem WUK außerdem ganz besondere Momente ihres Lebens. Ich freue mich sehr, dass die Stadt nun eine gute Lösung für das sichere Fortbestehen dieses Hauses gefunden hat", so Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál.

"Das WUK ist eine echte Wiener Institution. Mit einem Betrag von 22,38 Millionen Euro unterstützt die Stadt die Sanierung und wir ermöglichen damit den Weiterbestand der vielen Projekte und Initiativen, die auf diesem fruchtbaren Boden wachsen", so Finanzstadtrat Peter Hanke.

"Niederschwellig, vielseitig und offen: Das WUK ist nicht nur für die unmittelbare Nachbarschaft im Alsergrund wichtig, sondern für die ganze Stadt von zentraler Bedeutung. Mit seinem breiten Spektrum ist es ein lebendiger und wichtiger Teil der Wiener Kunst- und Kulturlandschaft. Mit der Renovierung sieht das WUK einer Zukunft entgegen, die inter- und transdisziplinäres Arbeiten auf der Höhe der Zeit ermöglicht", sagt Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler.

Das WUK bietet auf 12.000 m2 Platz für unterschiedlichste Aktivitäten und es beinhaltet: Bühnen und Konzertsäle, Ausstellungshallen und Fotogalerien, Werkstätten- und Atelierhäuser, Arbeitsraum für gesellschaftspolitisch engagierte Gruppen, Orte für Bildung und Beratung, SeniorInnenzentrum und Schule, Probekeller und Tanzstudio, interkulturelles Zentrum, Arbeitsplätze und Räume für Partys und Feierlichkeiten. Nach eigenen Angaben besuchen und nutzen rund 200.000 Menschen pro Jahr das WUK.

Das Sanierungsprojekt umfasst die Instandsetzung bzw. Erneuerung der Gebäudehülle (Fenster, Fassade, Dach) und der haustechnischen Anlagen (Elektro-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsinstallationen), was auch zu einer wesentlichen Verbesserung der Energieeffizienz des Gebäudes beiträgt. Zudem werden der anlagentechnische und bauliche Brandschutz ertüchtigt und die Barrierefreiheit wird durch Einbau von Aufzügen, Hebeplattformen und Rampenkonstruktionen hergestellt.

Die Investitionssumme der Stadt Wien in das Projekt beträgt 22,38 Millionen Euro. Im Gegenzug entrichtet das WUK unter anderem ein monatliches Nutzungsentgelt und das WUK sorgt selbstständig für die Erhaltung des Inneren des Mietgegenstandes.

Um Wirksamkeit zu erlangen, muss das Sanierungspaket nach dem planmäßigen Beschluss im Wohnbauausschuss noch im Gemeinderat beschlossen und von der WUK-Generalversammlung, die bisher aufgrund der Corona-Maßnahmen nicht tagen konnte, bestätigt werden.