Bürgermeister Vojta: In Zeiten von Corona war „Alles anders und trotzdem gleich!“

29.05.2020

So gestaltete sich in den vergangenen 2 Monaten der klassische Arbeits-Alltag des Gerasdorfer Bürgermeisters Alexander Vojta:

In Zeiten von Corona gilt auch für den Bürgermeister in erster Linie: Arbeiten im Homeoffice!

So beginnt der klassische Arbeitstag zu Hause mit dem Frühstückskaffee neben dem Computer. Nach dem Bearbeiten der E-mails folgt ein Telefonat mit der Stadtamtsdirektorin Gerda Hirschhofer, die eine Frühaufsteherin ist, und schon vieles erledigt hat und die Entscheidungen für den Bürgermeister vorbereitet. Statt dem Unterzeichnen von wichtigen Akten gibt es seit 2 Jahren den ELAK, den Elektronischen Akt, der jetzt in Zeiten von Corona eine große Hilfe ist. Damit können alle Schriftstücke online unterfertigt werden, Bescheide unterschrieben werden, Bestellungen aufgegeben werden, Überweisungen freigegeben werden. Das ist relativ schnell erledigt.

Um 9 Uhr gibt es die erste Videokonferenz mit den Mitarbeitern der Stadtamtsdirektion. Das ist einmal pro Woche. Wichtige Amtliche Kundmachungen, die weitere Terminorganisation und v.a. die Absagen von Veranstaltungen werden hier geregelt. Zentraler Punkt ist aber immer die Kommunikation nach außen. Die Bevölkerung muss bestmöglich informiert werden. Das funktioniert in Corona-Zeiten über Facebook und Gemeindehomepage, Flugzettel und Plakate.

Bei wichtigen Dingen gibt es eine Videobotschaft, meist von Bürgermeister und Stadtamtsdirektorin, direkt aus dem Rathaus oder Homeoffice. Meist findet eine solche um 14 Uhr statt. Es gab 11 Videobotschaft seit Beginn der Corona-Krise. Sie liefern ganz aktuelle Informationen für die Gerasdorfer Bevölkerung.

Eine weitere Videokonferenz ist um 10 Uhr, diesmal ist es der wöchentliche Jour Fixe mit den Abteilungsleitern. Seit dem Beginn der Ausgangsbeschränkungen waren die MitarbeiterInnen des Rathauses und des Wirtschaftshofes in zwei Teams aufgeteilt. Diese dürfen sich nicht begegnen. So bleibt im Notfall immer ein Team einsatzfähig. Mittlerweile arbeiten alle wieder Montag bis Freitag vormittags im Rathaus. Einmal pro Woche, am Mittwoch von 8-12 Uhr, ist Parteienverkehr ohne vorherige Anmeldung möglich. Termine außerhalb dieser Zeit müssen telefonisch oder online über die Internetseite der Gemeinde (www.gerasdorf.at) vereinbart werden.

Zu Mittag gibt es einen Einkauf im Ort mit Maske. Die VerkäuferInnen hier und in allen anderen Lebensmittelgeschäften sind die heimlichen HeldInnen. Nach dem Essen gönnt sich der Bürgermeister eine kurze Mittagspause, bevor es mit der Vorbereitung für die Videobotschaft weitergeht. Zurück im Rathaus, wird diese abgehalten und das wichtigste für den Tag besprochen. Am Heimweg um 16 Uhr folgt noch ein Einkauf von Lebensmitteln. Diesmal beim Abhofverkauf bei Karl Riedmüller im Ort. Frische Kartoffel, Salat und Traubensaft sind in Corona-Zeiten mehr gefragt denn je. Auch eine gratis Hauslieferung wird hier angeboten, um das Geschäft am Laufen zu halten.

Am Abend gibt es noch eine Videokonferenz von zu Hause mit einigen Stadträten. Bleibt dann noch Zeit für die tägliche "Zeit im Bild", um das Neueste zur aktuellen Corona-Lage aus erster Hand zu erfahren. Abendveranstaltungen gibt es jetzt keine, die entfallen alle Dank Corona zumindest bis Ende Juni. Auch nicht schlecht!


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