Die Grünen Floridsdorf wollen den Bezirk in eine klimafitte Zukunft führen. Deswegen wird bei der nächsten Bezirksvertretungssitzung am 12. Februar der Antrag für die Errichtung eines Stadtwäldchens eingebracht.

Wien wächst, Floridsdorf wächst, Stammersdorf wächst: Mit dem Bevölkerungszuwachs ist auch die Erschließung schnell zu erreichender neuer Grün- und Erholungsräume notwendig.

Eine Parkfläche zwischen Stammersdorfer Straße, Johann-Weber-Straße und In der goldenen Erden bietet trotz einiger Kiefern und jungen Laubbäumen momentan keine Aufenthaltsqualität. Durch die Pflanzung eines Stadtwäldchens, welches die charakteristischen Strukturen der Kraut-, Strauch- und Baumschicht aufweist, wird es deutlich angenehmer und einladender, sich auf dieser Parkfläche aufzuhalten.

So ein Stadtwäldchen mit seinen kühlenden und beschattenden Bäumen kann bei Hitzewellen von der Bevölkerung als lokale, natürliche "Klimaanlage" genutzt werden. Beerensträucher am Waldrand bilden überdies eine Futtergrundlage für Vögel und leisten zusätzlich einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität.

Der Mehrwert des Stadtwäldchens beschränkt sich nicht nur auf Menschen und Kleintiere: Damit es Bäumen richtig gut geht, müssen sie sich via Wurzelwerk und Mykorrhiza-Geflecht mit anderen Bäumen austauschen können. Genau das wäre im Stadtwäldchen möglich und bietet eine alternative Begrünungsform verglichen zu den einzeln am Straßenrand stehenden Bäumen, die eigentlich in Isolationshaft gehalten werden.

Daher ist dieser Antrag nur der erste einer Reihe zur Etablierung einer "Stadt der Bauminseln", die Bedürfnisse von Menschen, Tieren und Pflanzen vereint.

Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, ob so ein zukunftsweisendes Projekt in der Floridsdorfer Bezirksvertretung mehrheitsfähig ist.