Erstmals Frau als Leiterin des Büros des Bürgermeisters bestellt

13.06.2018

Cordula Donner übernimmt Präsidialabteilung des Wiener Rathauses

Heute, Mittwoch, wurde im Wiener Rathaus erstmals in der Geschichte der Stadt Wien eine Frau zur Leiterin des Büros des Bürgermeisters bestellt. Bürgermeister Dr. Michael Ludwig überreichte Dr.in Cordula Donner gemeinsam mit Magistratsdirektor Dr. Erich Hechtner im Beisein zahlreicher Mitglieder der Wiener Stadtregierung, dem Vertreter der younion - Die Daseinsgewerkschaft, Norbert Pelzer, und vielen WegbegleiterInnen das Bestellungsdekret. Dem Vorgänger und ehemaligen Leiter des Büros von Bürgermeister a.D. Dr. Michael Häupl, DI Mag. Dr. Franz Oberndorfer, wurde ausdrücklich für die geleisteten Dienste gedankt.

Mit der Dekretüberreichung, die im Stadtsenatssitzungssaal des Rathauses stattfand, wurde ein neues Kapitel "Wiener Stadtgeschichte" geschrieben: Erstmals übernimmt eine Frau die Leitung des mächtigsten politischen Büros im Wiener Rathaus, dem Präsidialbüro: Die 46-jährige Juristin und ausgebildete Opernsängerin Cordula Donner war vor ihrer Bestellung langjährige Leiterin der MA 64 (Rechtliche Bau-, Energie-, Eisenbahn- und Luftfahrtangelegenheiten).

Bürgermeister Dr. Michael Ludwig sagte anlässlich der Bestellung: "Mit Dr. Cordula Donner konnten wir eine absolute Spitzenjuristin für diese verantwortungsvolle und wichtige Funktion gewinnen. Als langjährige Leiterin der der MA 64 habe ich ihre fachliche Qualifikation, ihren Einsatz und ihr Engagement kennen und schätzen gelernt. Sie beherrscht nicht nur die Partituren des Magistratsalltages sondern zeichnete sich in den vergangenen Jahren auch als lösungsorientierte, zielstrebige und verantwortungsvolle Führungskraft aus."

Magistratsdirektor Dr. Erich Hechtner wies darauf hin, dass die Besetzung dieser Schlüsselfunktion zu einer der wichtigsten in der Stadt Wien zähle. "Ich freue mich sehr, dass wir mit der Übertragung der Leitung des Präsidialbüros auch eine historische Kerbe einschlagen", so Hechtner. Ihrem Ruf als Powerfrau werde Cordula Donner mit dieser Aufgabe sicherlich einmal mehr gerecht. Ihr Potenzial als höchstqualifizierte Führungskraft könne sie in der neuen Position bestens unter Beweis stellen. "Die Leitung des Büros des Bürgermeisters der Stadt Wien ist eine der absolut anspruchsvollsten Funktionen, die es gibt", so Hechtner, "dafür braucht es viel Fingerspitzengefühl, Fachkenntnis, Ausdauer und Motivation."

Bürgermeister Ludwig dankte dem scheidenden Präsidialchef Franz Oberndorfer für dessen fachliche Kompetenz: "Dr. Franz Oberndorfer hat über viele Jahre erfolgreich für die Leitung des Präsidialbüros verantwortlich gezeichnet. Dafür möchte ich ihm unseren Dank aussprechen. Als Bereichsleiter für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaftsstandort wird er sich nun neuen Aufgaben und Herausforderungen widmen." Zuvor hatte Oberndorfer noch für eine ordentliche Übergabe gesorgt. Oberndorfer hatte im Dezember 2012 die Leitung des Büros von Bürgermeister a.D. Dr. Michael Häupl übernommen.

Cordula Donner studierte Jus an der Universität Wien, hatte 1998 ihre Sponsion und trat mit dem Jahr 2000 in den Dienst der Stadt Wien ein. Nachdem sie einige Stationen in der Wiener Stadtverwaltung durchlaufen hatte: Magistratische Bezirksämter, MA 22 (Umweltschutz), MA 16 (Wiener Schlichtungsstelle in Wohnrechtsangelegenheiten), blieb sie von 2004 an in der MA 64. 2007 schloss Sie neben dem Job das Doktorratsstudium in Rechtswissenschaften ab.

Zu den Aufgaben der Präsidialabteilung (MD-P) gehören neben der Betreuung aller Aufgaben rund um den Bürgermeister u.a. die Verwaltung des Rathauses, Durchführung von Empfängen und Feierlichkeiten, Vergabe von Sälen im Rathaus, Betreuung der Gäste der Stadt Wien, Pflege der internationalen Kontakte, mit den in Wien ansässigen diplomatischen Vertretungen und internationalen Organisationen, sofern es sich um Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Person der Bürgermeisterin bzw. des Bürgermeisters handelt, Ehrungen und Beantragungen von Bundesauszeichnungen, sowie die Koordination der Bezirksdezentralisierung.