Esterhazypark: Bauarbeiten in Wiens erstem „Cooling-Park“ schreiten zügig voran!

Einzigartiges Pilotprojekt im Kampf gegen urbane Hitzeinseln

Trotz Corona-bedingter Zusatzauflagen laufen die Bauarbeiten in Wiens erstem "Cooling Park" im Esterhazypark auf Hochtouren. Im Kampf gegen Klimawandel bedingte Hitzeinseln entsteht beim Haus des Meeres aktuell ein für Wien einzigartiges Projekt, in dessen Zentrum ein spezieller Cooling-Spot platziert wird. Er wird die Umgebung an Hitzetagen um bis zu 6 Grad abkühlen. "Am Weg zur Klimamusterstadt starten wir hier ein Pilotprojekt, bei Erfolg rollen wir es auf andere Parks und Plätze aus", ist Umweltstadträtin Ulli Sima schon gespannt.

Bezirksvorsteher Markus Rumelhart erläutert: "Der neue Cooling-Park zeigt, dass Bürgerinnen und Bürger auch bei der Entwicklung von klimawirksamen Maßnahmen eingebunden werden können." ExpertInnen holten sich die Wünsche der ParkbesucherInnen für die Neugestaltung ein und kreierten mit ihrem Fachwissen daraus einen aufsehenerregend Entwurf. Diesen Weg möchte Markus Rumelhart für andere Hitzeinseln im Bezirk fortsetzen.

Der alte Plattenbelag im Park wurde nun bereits komplett abgebrochen und die Flächen entsiegelt. Im Zuge der Abbrucharbeiten wurde die Mauer der alten Rampe auf Seite der Schadekgasse entfernt. Der Kanalanschluss ist erfolgt und derzeit werden die Grabungsarbeiten für die Künetten vorbereitet. Darin werden die verschiedenen Leitungen für die Wasser-Technik wie den Cool-Spot, das Wasserspiel, die Nebelduschen sowie den Trinkbrunnen und der Bewässerungsanlage verlegt.

Zwtl.: Klimabäume, Nebelduschen und Sprühnebel gegen Hitze

Im Zentrum des Parks steht ein einzigartiger rund 30 m² großer "Coolspot", ein kreisförmiger, bepflanzter und beschatteter Aufenthaltsort aus drei Ringen mit Nebeldüsen steht. Der "Coolspot" ist knapp 3,40 Meter hoch, durch die intelligente Bauweise kühlt er die Umgebungstemperatur um bis zu 6 Grad ab: Spektakulär sind auch die zwei "Klimabäume", das sind fast 3 Meter hohe Nebelduschen mit einem Durchmesser von bis zu 2,20 Meter, die die Umgebung mit feinem Sprühnebel kühlen werden.

Zwtl.: Neue Bepflanzung: Raus aus den Asphalt!

Neben der Kühlung durch Wasser, sind natürlich die Pflanzen wesentliches Gestaltungselement des Cooling Parks. Durch Entsiegelung von Beton und Asphaltflächen kommen zu den bestehenden Bäumen und Pflanzen neue Gräser- und Staudenbeete sowie Bäume hinzu. Mehrere schlangenförmige Bänke, die einer ganzen Schulklasse Platz bieten und über 30 neue Bänke und Stühle schaffen zusätzliche Sitzgelegenheiten für die BesucherInnen. Zudem wird der Park durch den Abbruch der Rampe neben der Schadekgasse um mehr als 200 m² vergrößert.

Zwtl.: Kooperation & Wissenschaftliche Begleitung

Bei dem innovativen Parkprojekt handelt es sich um weit mehr als um eine simple Umgestaltung - es ist gebautes Wissen! Es fließt nicht nur viel Knowhow in die Planung und Errichtung des Cooling Parks, er wird auch zwei Jahre lang als Forschungsprojekt begleitet. Dies beinhaltet sowohl die Evaluation als auch die Anpassung der technischen Maßnahmen und vor allem auch den Wissenstransfer zwischen Forschung und praktischer Umsetzung.

Die Planung des Cooling-Parks erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen der Stadt Wien, dem 6. Bezirk, dem Haus des Meeres sowie dem Wiener Landschaftsarchitekturbüro Carla Lo, das im Auftrag der MA42 Stadtgärtner für die Planung der Parkneugestaltung im Esterhazy-Parkverantwortlich ist. Das Designteam Breathe Earth Collective und die Green4Cities GmbH ergänzen das Konzept mit der kühlenden Architektur und Technik im Park im Rahmen des Forschungsprojektes "Tröpferlbad 2.0".