FATINITZA Operette von Richard Genée und F. Zell

Copyright: Lukas Beck
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AUF OFFENBACHS SPUREN
Eine verzwickte Sache: Ein junger Leutnant - von einer Frau gespielt - verkleidet sich in eine fiktive Frau um einen General zu bezirzen und bringt damit alles durcheinander ...

Franz von Suppé hat mit dieser Operette eindeutig seinem Vorbild Jacques Offenbach gehuldigt. Denn abgesehen von dem Verwirrspiel rund um Geschlechteridentitäten ist das Musikstück eine beißende Parodie auf Krieg, Militär und generell alles martialische Getöse. Leonard Prinsloo, Regisseur der heurigen Mörbisch-Operette "Land des Lächelns" und Hausregisseur der Bühne Baden, hat FATINITZA bereits erfolgreich in Bad Ischl inszeniert. Für Baden hat er eine eigene Fassung erarbeitet. "Mich fasziniert besonders die Parodie auf den Krieg, gerade in einer Zeit, in der militärische Konflikte omnipräsent waren", erzählt Prinsloo. "Aber auch das Spiel mit Sexualität und Pikanterie, dass sich wie ein roter Faden durch das Spiel zieht, ist bemerkenswert für diese Zeit." Nachsatz: "Der General ist ja ein veritabler Sadomasochist, der sich in eine Art Transvestiten verliebt. Eine großartige Parodie auf einen General." Mit dieser 1876 uraufgeführten Operette feiert die Bühne Baden zudem den 200. Geburtstag des Komponisten, der als Erfinder der Wiener Operette gelten darf.