FLORIDSDORF STARTET E-SPORT SCHULLIGA

13.06.2019

Der 21. Bezirk startet in Kooperation mit mehreren Jugendzentren und zwölf

Neuen Mittelschulen das Pilotprojekt "E-Sport Schulliga Floridsdorf 2019"

E-Sport entwickelt sich zu einem fixen Bestandteil im Leben der Jugendlichen von

heute. In diesem Sinne wurde von Michael Fleischhacker, einem Lehrer an der NMS

Kinzerplatz, eine E-Sport Schulliga mit zwölf neuen Mittelschulen und mehreren

Jugendzentren im Bezirk Floridsdorf als Pilotprojekt "E-Sport Schulliga Floridsdorf"

ins Leben gerufen.

"Das Projekt soll den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit bieten, sich mit

anderen Jugendlichen mit gleichen Interessen in ihrer Freizeit zu vernetzen, das

Angebot von Jugendzentren kennenzulernen und gleichzeitig die digitale

Grundbildung zu verbessern, während sie einen Ausflug in das Umfeld des

Wettbewerb-Gamings unternehmen", bringt Bezirksvorsteher Georg Papai, der das

Projekt begeistert unterstützt, die Zielrichtung auf den Punkt.

Auch in der Schulverwaltung in Floridsdorf fand Initiator Fleischhacker Unterstützung.

Im Rahmen des Pilotprojekts wird ein besonderer Fokus auf die vielfältigen

Förderpotenziale von E-Sport Games und Turnieren in Hinblick auf Kompetenzen wie

Teamwork, Kommunikation, visuomotorische Leistung, Organisation oder

Selbstdisziplin gelegt.

Gaming kann Interesse für Schulfächer fördern

"Interesse an Gaming kann auch das Interesse an Technik und so genannten MINT

Fächern - Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik - wecken bzw. den

Zugang dazu erleichtern", erklärt Fleischhacker seine Motive als Lehrer.

Obwohl fast 50% der Gamer*innen in Österreich weiblich sind, ist die professionelle

E-Sport Szene stark männlich dominiert und auch das gemeinsame Spielen, z.B. auf

LAN-Partys, ist primär eine Freizeitbeschäftigung von Burschen. Im Rahmen des

Wettbewerbs sollen nun insbesondere Mädchen ermutigt werden, in die Schulligen

einzusteigen und somit gängige Rollenklischees aufgebrochen werden. In weiterer

Folge kann hier gut angeknüpft werden, um Mädchen in ihrem Selbstvertrauen in

technischen Fertigkeiten zu stärken und ihr Engagement in den MINT Fächern zu

fördern.

Die Teilnahme an der Liga erfolgt freiwillig. Zur Anmeldung muss ein Team aus

sechs Personen - davon mindestens drei Mädchen - aufgestellt werden. Gespielt

werden FIFA19, Overcooked 2 und Rocket League, wobei jedes Team alle drei

Spiele meistern muss. Am Ende zählt die Gruppenwertung. Bei der Auswahl der

Spiele wurden selbstverständlich Altersfreigaben (PEGI) und Altersempfehlungen

(z.B. bupp.at) beachtet.

Die Schülerinnen und Schüler haben bis Mitte Juni die Möglichkeit, in den jeweiligen

Jugendzentren an mehreren PlayStation 4 Konsolen, die von Sponsoren

dankenswerterweise zur Verfügung gestellt werden, zu trainieren.

Das Projekt wird von der Bildungsdirektion Wien - durch den Bildungshub - und den

Sponsoren LimeSoda und PICAPIPE GmbH sowie dem größten Österreichischen E-

Sport Verein "Austrian Force" unterstützt. Das Zentrum für Angewandte

Spieleforschung der Donau-Universität Krems begleitet das Projekt wissenschaftlich.