Gartensaison der Bioforschung Austria eröffnet

16.03.2018

Spannende Führungen und Veranstaltungen für Jung und Alt

Ein gelungener Auftakt in die Gartensaison 2018 war der "1. Tag der offenen Gartentüre" der Bioforschung Austria am 9. März 2018 in der Esslinger Hauptstraße im 22. Bezirk. Nun folgen das ganze Jahr über spannende Veranstaltungen, Kurse und Führungen rund ums Garteln in der Millionenstadt.

Den 1. Tag der offenen Gartentüre haben bereits zahlreiche Besucher genutzt, um hinter die Kulissen der Bioforschung zu schauen. Besonderes Interesse haben die Wurzelarena und das neue Biotop auf sich gezogen.

Der "Garten der Vielfalt" der Bio Forschung in Eßling steht ab sofort wieder allen Interessierten offen, um sich inspirieren zu lassen. Etwa 200 Nutzpflanzen verschiedenster Art können hier im Laufe des Jahres bewundert werden. Zusätzlich bilden artenreiche Wiesen und Brachen, Hecken aus heimischen Gehölzen, Totholz-Objekte, Nisthilfen sowie das neu angelegte Feuchtbiotop die Basis für Artenvielfalt auf engstem Raum.

Neue Kinderstube für Wechselkröten im "Garten der Vielfalt"

Das neue Feuchtbiotop wurde im Rahmen der Veranstaltung von Gemeinderat Josef Taucher und Wolfgang Khutter, dem stellvertretenden Leiter der Wiener Umweltschutzabteilung-MA 22, feierlich seiner Bestimmung übergeben. Es soll unter anderem der Wechselkröte zu Gute kommen, die eine für Wiener Acker- und Weinbauflächen typische, aber nur noch selten anzutreffende Art ist. Da vor allem flache, vegetationslose Gewässer, die sie zum Ablaichen nutzt, durch die zuletzt oft trockenen Frühlingsmonate immer seltener werden, ist sie auf Ausweichmöglichkeiten wie diese angewiesen. Die Knoblauchkröte, eine in Wien noch seltenere Krötenart, wurde bereits am Gelände der Bio Forschung Austria gesichtet. Diese Art wickelt ihre Laichschnüre um aufrechte Pflanzenstengel im seichten Wasser. Auch auf die Berücksichtigung der Bedürfnisse der Knoblauchkröte wurde bei der Gestaltung des Feuchtbiotops großen Wert gelegt.

"Wechselkröten werden durch den Verlust ihrer Lebensräume immer seltener. Dieses Biotop soll für sie gute Lebensbedingungen und ein ideales Laichgewässer bieten", erklärt Christophorus Ableidinger, Gartenbauingenieur und leitender Versuchstechniker der Bioforschung.

"Guter Boden ist wie gutes Leben. Gutes Leben funktioniert durch Kooperation und dafür steht die Bioforschung für mich. Die Kooperation zwischen Mensch und Natur, die auf dem Institutsgelände der BFA in Eßling vorbildlich gelebt wird, ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in Wien. Diese tolle Arbeit möchte ich gerne unterstützen und vor den Vorhang zu holen", meint Gemeinderat Josef Taucher.

"Wir freuen uns, dass wir im Rahmen von Netzwerk Natur ein Stück dazu beitragen konnten, einen ohnehin schon wertvollen Lebensraum für zahlreiche Arten noch attraktiver zu gestalten", ergänzt Wolfgang Khutter, stellvertretender Leiter der Wiener Umweltschutzabteilung-MA 22.

Das Biotop wurde von der MA 22 im Rahmen des Wiener Arten- und Lebensraumschutzprogrammes Netzwerk Natur finanziert.

Für einen guten Start in die Gartensaion

Im Rahmen des Projekts "Garteln in Wien", das die Bioforschung in Kooperation mit dem Land- und Forstwirtschaftsberieb der Stadt Wien (MA 49) durchführt, gibt es tolle Angebote für Jung und Alt. Einmal im Monat werden kostenlose Führungen durch den Garten angeboten. Kinder und Jugendliche haben die Möglichkeit bei Workshops die Grundlagen unserer Ernährung im Bio-Garten zu erleben. Je nach Saison und gewähltem Programm können sie in die geheimnisvolle Welt der Schmetterlingsblütler eintauchen, Küchenkräuter schnuppern, Figuren aus Erde kneten oder Erdäpfel ausgraben und mit nach Hause nehmen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Bioforschung ist "Garteln lernen": Während der Gartensaison werden weitere "Tage der offenen Gartentür" und ein Kurs unter dem Motto "Miteinander Bio-Garteln" in Theorie und Praxis für Anfänger und Fortgeschrittene stattfinden.

Das ganze Jahr über folgen nun spannende Kurse, Führungen und Veranstaltungen, Infos auf www.bioforschung.at