(Gerasdorf) Maria Theresia hätte die Schottergrube verboten

23.04.2021

In der 12-stündigen Verhandlung brachte die Stadtgemeinde alle Argumente gegen das Schotterabbauprojekt vor

Am 22. April 2021 fand in Gerasdorf bei Wien am Firmengelände der projektwerbenden Firma Kovanda die mündliche Verhandlung der Bezirkshauptmannschaft Korneuburg zum geplanten Schotterbbauprojekt statt.

Der Termin wurde trotz Lockdown in Niederösterreich unter deutlicher Kritik der Stadtgemeinde in einem Festzelt abgehalten. Begründet wurde die Durchführung mit der Einhaltung der gesetzlichen Frist und der Umsetzung umfangreicher Corona-Präventitionsmaßnahmen.

Die Stadtgemeinde Gerasdorf bei Wien war bei der den ganzen Tag andauernden Verhandlung stark vertreten: Neben Bürgermeister Alexander Vojta und dem Anwalt Dr. Roland Zauner waren die Stadträte Michael Kramer, Jürgen Trimmel, Paul Vogler und Andreas Zein sowie die Gemeinderäte Johannes Dungl, Manfred Hammerl, Christian Koza und Benjamin Scepka bei diesem wichtigen Termin anwesend.

Nach der Eröffnung der Verhandlung um 9 Uhr erfolgte die Projektvorstellung durch die Planer der Fa. Kovanda. Im Sinn der "Waffengleichheit" hatte Bürgermeister Vojta im Anschluss die Gelegenheit zu einer Stellungnahme.

Alexander Vojta nahm Bezug auf die geschichtliche Situation der Region: "Vor 250 Jahren ließ Maria Theresia Föhrenhaine anpflanzen, um die Gerasdorfer Felder vor Versandungen zu schützen. Die innovative Regentin hätte dieser Schottergrube im Grünland mit Sicherheit keine Bewilligung erteilt! Heute ist es unsere Aufgabe, den Regionalpark DreiAnger als Teil des 'grünen Ringes' um Wien zu schützen!"

Die Erörterungen der Amtssachverständigengutachten wurden nach dem Lokalaugenschein am Nachmittag bis 21 Uhr fortgesetzt.

Verhandlungsführer BH-Stellvertreter Thomas Krenhuber ließ das Ergebnis offen. Die schriftliche Entscheidung der Bezirkshauptmannschaft Korneuburg wird in 1 Woche bis 3 Monaten erwartet.

Bürgermeister Vojta abschließend: "Wir haben in der Verhandlung die Ablehnung des Projektes mit eindeutigen Argumenten begründet. Sollte die Entscheidung zugunsten des Projektwerbers ausfallen, wird die Stadtgemeinde Gerasdorf in Berufung gehen. Denn die Gemeinde wird alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ergreifen, um das Gebiet nördlich des Marchfeldkanals - inmitten des Gerasdorfer Gemeindegebietes - auch für die nächsten Generationen als Naherholungsraum zu schützen und eine nachhaltige Stadtentwicklung sicherzustellen."

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