GOTT IST NICHT SCHÜCHTERN

19.10.2020

nach dem Roman von  Olga Grjasnowa

Österreichische Erstaufführung

Eine Produktion von Nestbeschmutzer & Innen in Kooperation mit WERK X-Petersplatz

mit: Diana Kashlan, Johnny Mhanna

Inszenierung: Susanne Draxler

Dramaturgie: Lisa Kärcher

Produktionsleitung: Sina Heiss

Bühne: Hawy Rahman

Soundkonzept: Hermann Draxler

Kostüm: Andrea Hölzl

Aufführungsrechte bei

Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG, Berlin |

www.felix-bloch-erben.de

Der Roman "Gott ist nicht schüchtern" von Olga Grjasnowa ist im Aufbau Verlag, Berlin, erschienen.

PREMIERE: 24. 11. 2020, 19.30 Uhr

Weitere Vorstellungen:

26., 27., 28., 29. November 2020

2. & 3. Dezember 2020

(Beginn jeweils 19.30 Uhr)

WERK X-Petersplatz

1010 Wien; Petersplatz 1

werk-x.at

Karten Tel.: +43 1 962 61 10-15.
Zu folgenden Zeiten: Dienstag von 17 bis 19 Uhr,

Mittwoch bis Freitag von 11 bis 14 Uhr,

E-Mail: reservierung@werk-x-petersplatz.at

Eintrittspreise:https://werk-x.at/spielplan-karten/karteninfo

AMAL, eine junge Schauspielerin, die mit ihrem Freund an Demonstrationen in Damaskus teilgenommen hat, findet ihren Namen auf den Listen des staatlichen Geheimdienstes wieder. Von Folter bedroht, muss sie das Land verlassen.

HAMMOUDI, ein angesehener Chirurg, muss in Deir az-Zour in den Untergrund gehen, um eine illegale Ambulanz aufzubauen. Unter gefährlichsten Bedingungen versucht er, eine Notversorgung für die Bevölkerung aufrecht zu erhalten.

Einige Jahre später treffen AMAL und HAMMOUDI durch Zufall in Berlin erneut aufeinander.

AMAL: Und was stimmt mit dir nicht?

HAMMOUDI: Ich habe zugesehen, wie neunhundertsiebzehn Menschen starben.

Die Dramatisierung von Olga Grjasnowas Roman GOTT IST NICHT SCHÜCHTERN zeigt die Navigation zweier Protagonist*innen durch Zonen von Schutz und Zerstörung, Identität und Intimität, Grausamkeit und Geborgenheit.

BIOGRAFIEN


  • OLGA GRJASNOWA (Autorin)

1984 in Baku, Aserbaidschan, geboren.

Sie studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, bevor längere Auslandsaufenthalte sie nach Polen, Russland, Israel und in die Türkei führten. Für ihren vielbeachteten Debütroman "Der Russe ist einer, der Birken liebt" wurde sie mit dem Klaus-Michael Kühne-Preis und dem Anna Seghers-Preis ausgezeichnet. 2014 erschien "Die juristische Unschärfe

einer Ehe", 2017 "Gott ist nicht schüchtern". Im September 2020 erscheint ihr jüngster Roman "Der verlorene Sohn" im Aufbau Verlag. Olga Grjasnowa lebt mit ihrer Familie in Berlin.

  • SUSANNE DRAXLER (Inszenierung)

Studium Theaterwissenschaften an der Universität Wien, Musicalausbildung Performing Academy Wien, Staatliches Diplom im Fach Schauspiel.

Als Darstellerin ist sie in verschiedenen Theater- und Musiktheaterproduktionen zu sehen, u. a. am Theater der Jugend, im KosmosTheater Wien, im Ronacher, im Theater in der Josefstadt und im Theater an der Wien (Wiener Festwochen). Seit 2010 ist sie als Regisseurin tätig, u. a. am und gemeinsam mit dem KosmosTheater entstehen die Produktionen "Höllischer Himmel - eine Revue!", "ARGE Mordslust",

"Dr. Österreicher sieht fern", "Wunsch und Wunder" von Felicia Zeller sowie

"Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner" von Ingrid Lausund. Weitere Arbeiten sind

"Demokratieküche - Theaterwerkstatt" und "Glück - Nur eine Vision", beide in Kooperation mit dem diverCITYLAB.

2014 gründete sie die Nestbeschmutzer & Innen. Verein zur Förderung innovativer

Theaterarbeit,mit Schwerpunkt Politsatire und Einbeziehung der Genderthematik.

Als Dramaturgin betreute sie die "Frauenwahlrecht/Ab-schaffungs/Zentrale" - 100 Jahre

Frauenwahlrecht im Container von und mit den Brutpflegerinnen.

2018/19 leitete sie das Laboratory for Music Research / FEMINIST THEATRE PROJECT an der JAM MUSIC LAB Private University Vienna. Die dabei entwickelte Performance "FUCK FEMINISM.

Pussybasher 23 schlägt zurück" wurde 2019 im Brick5 / Erbsenfabrik in Wien aufgeführt.

Ihre Inszenierung "Fahrenheit 451" in Zusammenarbeit mit Mimu Merz feiert im Oktober 2020 im TAG Theater an der Gumpendorferstraße Premiere.

www.susannedraxler.at

  • DIANA KASHLAN (Rolle: Amal)

1984 mit tschechisch-arabischen Wurzeln in Österreich geboren.

Nach ihrem Abschluss an der Schauspielschule Krauss startete sie ihre Karriere mit der Rolle der "Imen" im Stück "Heiliges Land" von Mohamed Kacimi am Theater Kosmos Bregenz. Ihre Liebe zur englischen Sprache brachte sie 2011 nach England, wo sie sich den Stücken von Shakespeare widmete, u. a. mit dem Crystal Ensemble am Globe Theatre. Wieder zurück in Österreich folgten weitere Engagements am Theater Kosmos Bregenz, im Theater in der Josefstadt, im Drama Theater Skopje, am k.l.a.s. Kärnten, im WERK X mit Domestic Extremist (Künstlerische Leitung: Asli Kislal), im KosmosTheater Wien in

"Töchter des Jihad" (Regie: Barbara Herold), "Der Talisman" (als Salome) im

Waldviertler Hoftheater und zuletzt 2020 im "Reigen" im Waldviertler Hoftheater.

  • JOHNNY MHANNA (Rolle: Hammoudi)

1991 in Damaskus, Syrien geboren. Dort studierte er am Universitätstheater Damaskus Schauspiel und war viele Jahre Mitglied des Fada Ensemble sowie am Kinder- und Jugendtheater engagiert. Von 2013-2015 lebte er im Libanon, wo er ebenfalls in diversen Theater- und Spielfilmproduktionen zu sehen war. Seit 2015 lebt er in Österreich.

Mhanna spielte in zahlreichen deutschsprachigen Inszenierungen, u. a. am WERK X in "Homohalal" und "Die Arbeitersaga - Teil I" sowie bei den Wiener Festwochen in der gefeierten Produktion "Traiskirchen. Das Musical". Er arbeitete in Wien auch mehrmals als Theaterpädagoge mit Kindern und Jugendlichen.

Am WERK X-Petersplatz ist er erstmalig in der Eröffnungsproduktion der Spielzeit 2020/21

"Geleemann, die Zukunft zwischen meinen Fingern " von Amir Gudarzi zu sehen.




  • HAWY RAHMAN (Bühne)

1972 in Bagdad geboren, arbeitete er nach dem Studium der Bildhauerei am College für Schöne Künste in Bagdad und an der Universität für Angewandte Kunst in Wien als freier Bildhauer und Performancekünstler.

Durch den Beginn des ersten Golfkriegs 1980 und die zwei folgenden Irakkriege war Hawy früh mit existenziellen Themen konfrontiert, die fraglos ihren Weg in seine Kunst gefunden haben. Bezeichnend für sein Werk sind Intensität und Impulsivität, die zugleich von großer Sensibilität begleitet werden. Während intensiver Arbeitsphasen nähert er sich bewusst bestimmten Erlebnissen und modifiziert sie. Dabei bedient er sich verschiedenster Medien und Ausdrucksweisen, wobei Formen eine wesentliche Rolle als Ausdrucksmittel spielen. Mit Abstand versucht er das, was er miterlebt hat, gezielt gesellschaftskritisch zu behandeln. Er ist Gründungsmitglied des Performance-Kollektivs Iraqi Autumn. Hawy Rahman lebt und arbeitet in Wien.

www.hawy.at




  • HERMANN DRAXLER (Soundkonzept)

1980 in Wiener Neustadt geboren, war Bassist in unzähligen Musikformationen, u. a. als E-Bassist bei The Doors Experience. Seit 2002 Kontrabassist bei der erfolgreichen Band Bloodsucking Zombies From Outer Space und Mitwirkung bei zahlreichen Studio- und Video-Produktionen. Im März 2015 haben die Bloodsucking Zombies FOS den Amadeus Music Award gewonnen. Weiters trat er als Produzent bei den Projekten The Danes und Screaming Lord Tobi & The Phantoms auf. 2016 zuletzt Sounddesign am KosmosTheater bei "Wunsch und Wunder" (Regie: Susanne Draxler).

  • ANDREA HÖLZL (Kostüm)

Geboren in der Steiermark, studierte Bühnengestaltung an der Hochschule für darstellende Kunst in Graz. Nach dem Studium folgten Assistenzen für Theater und Film, u. a. am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, am Stadttheater Klagenfurt, für ORF - Pathé Television, Wega Film Wien, Allegro Film Wien. Seit 1997 ist sie freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin.

Hölzl blickt auf zahlreiche Ausstattungen für die Neue Oper Wien, das Royal Opera House Stockholm, Opernhaus Dortmund, Ulmer Theater, Opernhaus Wuppertal, Opernhaus Halle an der Saale, Volkstheater Wien, Landestheater Vorarlberg, Stadttheater Klagenfurt, Theater Augsburg und Theater Lübeck zurück.

Mit Susanne Draxler arbeitete sie bereits am KosmosTheater Wien zusammen bei "ARGE Mordslust" und "Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner".

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