Helga Krismer: „Reaktivierung Bahnline Schweinbarther Kreuz anstatt Ziesel-Vertreibung“

© Robert Ebhart/tv21.at
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Schildbürgerstreich des Monats: Einbetonieren von Ziesel ist Tod für Artenschutz in Niederösterreich

 Vor kurzem wurde die Bahnlinie "Schweinbarther Kreuz" eingestellt. Es soll bei Matzen-Raggendorf auf einer Freifläche nun ein Busbahnhof errichtet werden. Doch genau dort wurde ein geschütztes Zieselvorkommen entdeckt. Die Grünen NÖ schlagen deshalb Alarm und küren den Schildbürgerstreich des Monats. Landessprecherin Helga Krismer "Das Land muss für diese Pläne die Stopp-Taste drücken. Es geht hier um eine Versiegelung von wertvollen Flächen und auch um den Artenschutz in Niederösterreich. Hier wird der Lebensraum von geschützten Tieren einfach im Eilverfahren für einen Busbahnhof asphaltiert und vernichtet. Das Ziesel gilt in Österreich nach der aktuellen "Roten Liste gefährdeter Tierarten" als stark gefährdete Art und genießt Schutz durch die Naturschutzgesetze der Länder, so auch durch das NÖ Naturschutzgesetz. Daher ist jede Umwidmung von Grünland in Bauland sowie die Versiegelung nicht rechtmäßig, sondern es müssen auch nach dem NÖ Naturschutzgesetz entsprechend andere Lösungen geprüft und umgesetzt werden. Eine Umsiedlung der Ziesel kommt also für die Grünen nicht in Frage".

Für Landtagsabgeordneten Georg Ecker und Helga Krismer gibt es nur eine Alternative und sie bestätigen, dass der Busbahnhof unnötig ist. Sie fordern daher, dass die Bahnlinie Schweinbarther Kreuz wieder instand gesetzt wird. Es steht ja auch mit der Graz-Köflach-Bahn dank der Initiative der BürgerInnen schon ein neuer Betreiber vor der Tür. "Nun ist das Land Niederösterreich am Zug, um den Weiterbetrieb am Schweinbarther Kreuz zu ermöglichen und damit die Pläne für den Busbahnhof zu begraben. Damit sichert man einerseits das Überleben der Ziesel in Matzen-Raggendorf und verhindert die unzähligen Busfahrten durch die Orte sowie erhält man die Bahn als Lebensader der Region." B

Beide Abgeordneten werden auch entsprechend nochmals Kontakt bei der Umweltanwaltschaft und Landesrat Pernkopf aufnehmen, um den Schutz der Ziesel zu erreichen und den Kampf für die Bahn fortzusetzen.