Her mit den Unkenrufen! Wiens interessanter Amphibienfauna auf der Spur.

12.03.2021
Copyright Matthäus Greilhuber
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Neuer Podcast auf der Seite von CITY NATURE

Die Stadt Wien-Umweltschutz setzt ihre Podcast Serie "Nachbarin Natur" mit einem aktuellen Thema fort: Pünktlich zur einsetzenden Amphibienwanderung gibt es eine neue Folge zum Thema Kröten anzuhören. Mit den Podcasts können Wienerinnen und Wiener aller Altersklassen Naturerlebnisse in der Stadt bewusster entdecken und interessante Details zu den in Wien lebenden Wildtieren erfahren.

Copyright Ferdinand Schmeller/Stadt Wien Umweltschutz
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Neben Kröten können bisher auch Dohlen und Fledermäuse in Wien kennengelernt werden. Weitere Folgen sind geplant! Dabei gibt es jeweils eine ca. 20 Minuten lange Version mit ausführlichen Informationen von unseren Expertinnen und Experten und eine halb so lange Version, erzählt von Kindern für Kinder.

Reinhören und staunen unter www.city-nature.eu/podcastgalerie.

Wiens Amphibien-Wandergesellschaft

In Wien leben 17 Amphibienarten, darunter Kröten, Frösche, Molche, Unken und Salamander. Im Frühling, wenn die Temperaturen steigen und bevorzugt bei Regenwetter, beginnen die Amphibien aus ihrer Winterstarre zu erwachen und zu ihren Laichgewässern zu wandern. Nach der Wandlung vom Ei über die kiemenatmende Kaulquappe bis zum lungenatmenden Jungtier, verlassen die meisten Amphibien die Gewässer wieder und leben bis zur nächsten Laichperiode an Land.

Alle Amphibien Wiens sind durch das Naturschutzgesetz geschützt, was bedeutet, dass ihnen und ihrem Lebensraum kein Schaden zugefügt werden darf. Leider drohen dennoch Gefahren durch Fressfeinde und vor allem durch den Autoverkehr. Damit die Tiere sicher über die Straße kommen können, gibt es an den Hauptwanderstrecken in Wien Amphibienleitsysteme. Dies sind teils fixe Krötentunnel, teils temporäre Anlagen, die nur zur Wanderzeit aufgestellt und betreut werden.

Einen neuen Video-Clip und eine Gratis Broschüre zu den Wiener Amphibien gibt es unter www.umeltschutz.wien.gv.at.

Kröte oder Frosch im Teich, das erkennt man schon am Laich

Die bekannteste Art, die im Frühling oft in großer Zahl beim Wandern zu beobachten ist, ist die braune Erdkröte. Eine andere Art, mit auffälligem grünem Netzmuster, ist die Wechselkröte. Beide Arten unterscheiden sich nicht nur optisch, sondern auch durch unterschiedliche Ansprüche an ihre Lebensräume. Das gilt auch für die anderen Arten, wie Grasfrosch, Gelbbauchunke, Alpenkammmolch oder Feuersalamander. Deshalb sind auch nicht überall in Wien alle Arten zu finden, manche nur an einzelnen Orten. Wer die Rufe der diversen Arten kennt, kann sie schon beim Hören unterscheiden. Mehr dazu gibt es im Podcast zu erfahren.

Auch der Laich der Arten ist unterschiedlich: Während Kröten lange Laichschnüre produzieren, erscheint der Laich von Unken oder Fröschen eher kugelig zusammengeballt. Erwachsene Kröten sind größer als Frösche oder Unken und haben eine warzige Haut. Damit die Haut nicht austrocknet und um Krankheitserregern vorzubeugen, sondern Amphibien ein Sekret ab. Deshalb sollte man sie nicht unbedingt angreifen, außer sie z. B. aus einem Gefahrenbereich zu retten, und sich dann die Hände waschen, sonst kann es zu Schleimhautreizungen kommen.

Das EU-Projekt CITY NATURE

Wien und Bratislava haben im gemeinsamen Interreg-Projekt CITY NATURE die städtische Artenvielfalt in den Mittelpunkt gestellt.

Das Projekt wird von der Stadt Wien-Umweltschutz gemeinsam mit der Stadt Bratislava und dem slowakischen Ökologie-Institut Daphne durchgeführt. Es läuft innerhalb des INTERREG V-A SK-AT-Kooperationsprogramms und wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.

Im Rahmen des Projekts wurden bzw. werden seit 2019 diverse Projekte zur Förderung der Biodiversität in Wien und Bratislava sowie zur Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung umgesetzt. Das reicht von Artenkartierungen, über eine Homepage und ein Informationscenter in Bratislava, bis zu Mitmachaktionen bei der Wiesenpflege.

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