Historischer Heizrekord in Wien

01.03.2018

Höhepunkt der Polarkälte sorgt am 1. März für den höchsten Wärmeverbrauch in der österreichischen Hauptstadt seit 49 Jahren

 Der bisher kälteste Tag des Jahres hat heute früh in Wien für einen historischen Heizrekord gesorgt. Zwischen 6:00 und 9:00 Uhr haben die Kraftwerke von Wien Energie bei -11,1 °C eine Leistungsspitze von 2.414 Megawatt erreicht - so viel wie nie zuvor. Der bisherige Höchstwert datiert auf den 3. Februar 2012 zurück - mit einer Spitze von 2.400 Megawatt bei -14,8 °C. Zum Vergleich: An einem durchschnittlichen Wintertag liegt die Wärmeleistungsspitze in Wien bei 1.600 Megawatt (MW). Heute heizen rund 380.000 Wiener Haushalte und 6.800 Wirtschaftsbetriebe in Wien mit Fernwärme - das sind rund 50.000 mehr als noch vor sechs Jahren. Das Wiener Fernwärmenetz hat eine Länge von über 1.200 Kilometern. Das entspricht der Strecke Wien - Stockholm.

Höchster Heizwert seit Beginn der Fernwärme in Wien vor 49 Jahren

"Noch nie seit Beginn im Jahr 1969 wurde so viel Fernwärme in Wien auf einen Schlag produziert wie heute", sagt Wien Energie-Geschäftsführer Michael Strebl. "Alle Kraftwerke und Wärmepumpen waren in Vollbetrieb. Zur Morgenspitze sind damit rund 115.000 Kubikmeter heißes Wasser im Wiener Fernwärmenetz unterwegs." Um die Wärme- und Energieversorgung sicherzustellen, hat Wien Energie alle Kraftwerke hochgefahren. Neben den Gaskraftwerken bzw. Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen in Simmering und Donaustadt sorgen auch Müllverbrennungsanlagen oder die Heißwasser-Kessel in Leopoldau, Arsenal, Inzersdorf oder Spittelau zur Abdeckung der Bedarfsspitzen für warme Wohnungen in Wien. "Wien Energie ist nicht nur für Frostperioden wie eben jetzt gerüstet, auch noch tiefere Temperaturen sind kein Problem. An Tagen wie diesen sieht man, wie wichtig die Gaskraftwerke für die Strom- und Wärmeversorgung in Wien sind", so Strebl.