Jetzt die KälteApp herunterladen und obdachlosen Menschen helfen!

05.12.2020
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Wie Digitalisierung und die WienerInnen Obdach- und Wohnungslosen bei Winterkälte helfen

Der Winter hält in unserer Stadt Einzug. Nicht nur der erste Schnee und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt machen den Winter für obdachlose Menschen zur härtesten Jahreszeit. Mit dem Coronavirus kommt eine zusätzliche Belastung dazu. Die Stadt Wien verfügt über ein europaweit vorbildliches System, wenn es um Unterstützung und Betreuung von obdach- und wohnungslosen Menschen geht. Neben dem bereits 11. Winterpaket der Stadt gibt es mit der KälteApp des Fonds Soziales Wien (FSW) auch ein digitales Tool, um Unterstützung anzufordern.

"In Wien soll niemand während der kalten Jahreszeit auf der Straße übernachten müssen. Mit der kostenlosen KälteApp können die Wienerinnen und Wiener einfach und rasch Unterstützung anfordern, wenn sie obdachlose Menschen auf der Straße sehen. Die digitale Lösung war ein logischer Schritt. Denn wir wissen ja, dass viele Menschen heute lieber über WhatsApp und Co. kommunizieren als zum Telefonhörer zu greifen. Jede Meldung hilft, dass die Straßensozialarbeit noch zielgerichteter unterstützen kann", erklärt Sozialstadtrat Peter Hacker.

Wenn Menschen auf Wiens Straßen Unterstützung brauchen, kann man diese ganz einfach mit der KälteApp anfordern. "Die kostenlose KälteApp ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wir Digitalisierung in Wien verstehen - der Mensch steht im Mittelpunkt aller Digitalisierungsmaßnahmen der Stadt. Denn Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern soll den Menschen helfen und ihnen das Leben erleichtern", so Innovationsstadträtin Ulli Sima.

Sozialer Zusammenhalt und ein umfangreiches Unterstützungsangebot sind im Winter besonders gefragt. Bereits Ende Oktober ist das Winterpaket der Stadt Wien mit rund 900 zusätzlichen Plätzen erfolgreich angelaufen. Aufgrund der Corona-Situation bietet es allen von Obdach- und Wohnungslosigkeit betroffenen Menschen nicht nur eine warme Übernachtungsmöglichkeit, sondern auch die Möglichkeit zum Tagesaufenthalt in den Notquartieren - koordiniert vom FSW und umgesetzt mit den Partnerorganisationen in der Wiener Wohnungslosenhilfe.

KälteApp - schnelle Hilfe, mit wenigen Klicks!

Unterstützung anzufordern ist ganz einfach und mit nur wenigen Klicks werden die StraßensozialarbeiterInnen von Obdach Wien, einem Tochterunternehmen des FSW, verständigt. Die Profis helfen dann vor Ort weiter. "Laden Sie sich die KälteApp herunter, halten Sie die Augen während Spaziergängen an der frischen Luft auch in Zeiten des Lockdowns offen und geben Sie eine Meldung ab, wenn Menschen Unterstützung benötigen", appelliert Anita Bauer, Geschäftsführerin des Fonds Soziales Wien. Seit dem Start der KälteApp Ende Oktober 2019 wurde sie bereits über 7.600 Mal heruntergeladen und allein über die App sind knapp 1.000 Meldungen bei der Straßensozialarbeit von Obdach Wien eingegangen. Die SozialarbeiterInnen suchen die Menschen auf, informieren etwa über Angebote des Winterpakets, teilen Schlafsäcke aus oder vermitteln in Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe.

Im Notfall gilt: 144 wählen!

Die KälteApp ist eine wichtige Unterstützung, um die Menschen noch zielgerichteter aufsuchen und unterstützen zu können. In Notfällen gilt es aber weiterhin die Rettung unter 144 zu verständigen. Das geht auch mittels Button in der KälteApp.

Kostenloser Download der KälteApp

Die KälteApp ist in Apples App Store sowie im Google Play Store zum kostenlosen Download verfügbar. Die Webversion sowie die direkten Links zu den Stores finden Sie auf www.kaelteapp.wien.

Über die Wiener Wohnungslosenhilfe des FSW

In Wien bekommen Menschen ohne Obdach oder Wohnung bestmögliche Unterstützung und Betreuung. Die im FSW verankerte Wiener Wohnungslosenhilfe bietet gemeinsam mit 30 Partnerorganisationen Beratung und Betreuung sowie passende Aufenthalts-, Schlaf- und Wohnplätze an. 2019 nutzten 12.590 Personen die vielfältigen Angebote der Wiener Wohnungslosenhilfe. Die Stadt Wien hat dafür im Vorjahr rund 88 Mio. Euro aufgewendet. Insgesamt finanziert der FSW im Regelangebot ganzjährig rund 6.800 Wohn- und Betreuungsplätze (exkl. Winterpaket-Maßnahmen).

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